News
Bundesinnenminister verlängert Grenzkontrollen bis mindestens September

News Bundesinnenminister verlängert Grenzkontrollen bis mindestens September

Quelle: Harald Tittel/dpa
dpa

Dobrindt hält an Binnengrenzkontrollen fest – mindestens bis September. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Die Kontrollen an allen deutschen Grenzen sollen bis mindestens September fortgesetzt werden. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat nach Angaben seines Ministeriums der EU-Kommission mitgeteilt, dass die vorübergehend wiedereingeführten und später verlängerten Binnengrenzkontrollen an Deutschlands Landgrenzen über den 15. März hinaus für zunächst weitere sechs Monate verlängert werden.

«Diese Grenzkontrollen sind aus den bisherigen migrations- und sicherheitspolitischen Gründen weiterhin notwendig», teilte ein Sprecher mit. Zuerst hatte «Bild» über die geplante Verlängerung der Kontrollen berichtet. Dobrindt sagte nach Angaben seines Ministeriums: «Die Grenzkontrollen sind ein Element unserer Neuordnung der Migrationspolitik in Deutschland.»

Binnengrenzkontrollen schrittweise ausgeweitet

Grenzkontrollen sind im Schengen-Raum eigentlich nicht vorgesehen. An der Grenze zu Österreich gibt es stationäre Kontrollen seit 2015. Im Oktober 2023 ordnete die damalige Bundesinnenministerin, Nancy Faeser (SPD), solche Kontrollen auch für die Grenzen zu Polen, Tschechien und der Schweiz an. Seit September 2024 kontrolliert die Bundespolizei auch an den Grenzen zu Dänemark, Frankreich, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden.

Dobrindt hat diese temporären Kontrollen, die bei der Europäischen Kommission angemeldet werden müssen, verlängert und intensiviert. Zudem verfügte er nach seinem Amtsantritt im Mai, dass auch Menschen, die in Deutschland Asyl beantragen wollen, an den Binnengrenzen zurückgewiesen werden sollen. Ausnahmen gibt es allerdings, etwa für Schwangere, alleinreisende Minderjährige und Kranke.

Die Grünen fordern seit langer Zeit ein Ende der Binnengrenzkontrollen. Ihr innenpolitischer Sprecher, Marcel Emmerich, sagt: «Die Verlängerung der Grenzkontrollen schadet Europa, lähmt die Polizei, belastet die Wirtschaft und bricht mit Zurückweisungen geltendes Recht.»

 

Weitere Nachrichten

Polizei Karlsruhe findet Waffen bei mutmaßlich rechtsextremer Clique

Junge Verdächtige sollen sich in Chats rechtsextrem geäußert und möglicherweise Straftaten geplant haben. Die Polizei findet Waffen und Elektronik. Was verbirgt sich dahinter?

Erster Spargel in Teilen Badens - das müssen Genießer wissen

Ob mit Kartoffeln, Schinken und Butter oder im Salat: Spargel weckt bei vielen Menschen Frühlingsgefühle. Wo es im Land den ersten Spargel gibt - und was beim Kauf zu beachten ist.

So wirkt sich der Pilotenstreik auf Baden-Württemberg aus

Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat zum Pilotenstreik bei der Lufthansa aufgerufen. Am Donnerstag und Freitag dürften zahlreiche Maschinen am Boden bleiben. Auch im Südwesten?

Auswertung der Zahlen: Baden-Württemberg Vorletzter bei Versorgung mit Hausärzten

In Baden-Württemberg gibt es pro Einwohner deutlich weniger Hausärzte als in anderen Teilen Deutschlands. Und die Versorgung könnte sich in Zukunft weiter verschlechtern.

Karlsruher Energieversorger EnBW erzielt erneut Erfolg in Streit um Walheimer Kraftwerk

Im Streit um ein Klärschlammheizkraftwerk in Walheim hat der Verwaltungsgerichtshof eine weitere Klage der Gemeinde abgewiesen. Die Begründung bleibt vorerst offen.

Vorhersage: Wo es am Wochenende in Baden-Württemberg schneien soll

Zuletzt gaben sich Sonne und Regen die Klinke in die Hand. Am Wochenende soll es in Teilen Baden-Württembergs wieder schneien. Aber reicht das auch für Wintersport?



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.