News aus Baden-Württemberg
Calw: Fall erstickter Huskys landet wohl vor Gericht

News aus Baden-Württemberg Calw: Fall erstickter Huskys landet wohl vor Gericht

Quelle: Sonja Wurtscheid
dpa

Über den Erstickungstod von zwölf Schlittenhunden wird aller Voraussicht nach vor Gericht verhandelt.

Die 47 Jahre alte Hundebesitzerin hat einen Strafbefehl wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz in 26 Fällen nicht akzeptiert, wie die Direktorin des Amtsgerichts Calw, Brigitte Lutz, am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte die «Pforzheimer Zeitung» (Dienstag) darüber berichtet.

Die Tübinger Staatsanwaltschaft wirft der erfahrenen Huskybesitzerin vor, in einer lauen Julinacht im vergangenen Jahr ihre 26 Hunde in nur 18 Transportboxen in einem fast völlig geschlossenen Transporter in Dobel (Kreis Calw) gehalten zu haben. Den Tieren soll es auch an Wasser und Frischluft gemangelt haben. Zwölf der Hunde verendeten, aus Sicht der Staatsanwaltschaft an Ersticken und Überhitzung. Zwei weitere Huskys mussten in einer Tierklinik behandelt werden.

Nach einem Hinweis hatte die Polizei die Kadaver auf einem Grundstück in Dobel ausgraben lassen. Die Tierschutzorganisation Peta teilte damals mit, die Hunde seien in einem Transporter erstickt. Danach seien sie vergraben worden, um Untersuchungen zu vermeiden. Laut dem Verband Deutscher Schlittenhundesportvereine (VDSV) hingegen hatte die Besitzerin ihre Tiere ordnungsgemäß in Boxen untergebracht und am Morgen 12 von 26 Hunden tot gefunden. Der VDSV schrieb, die Tiere könnten vergiftet worden sein und sagte ein für den Winter in Dobel geplantes Schlittenhunderennen sicherheitshalber ab.

Das Gericht erließ nach monatelangen Ermittlungen den Strafbefehl, gegen den die Hundehalterin nun Einspruch einlegte. Die mit dem Strafbefehl verbundene Geldstrafe soll sich laut Staatsanwaltschaft auf 150 Tagessätze belaufen; damit wäre die Frau vorbestraft. Die konkrete Höhe nannten weder die Staatsanwaltschaft noch Gerichtsdirektorin Lutz, um keinen Hinweis auf das Einkommen der Frau zu geben. Das Gericht muss nun über einen Prozesstermin entscheiden.

 

Weitere Nachrichten

Mutmaßlicher Brandstifter nach rund 40 Bränden in U-Haft

Stroh, Felder, Holzstapel: Seit Juni brennt es im Enzkreis immer wieder. Jetzt könnte das ein Ende haben.

Bahnhofsvorplatz am Karlsruher Hauptbahnhof wird teilweise barrierefrei umgebaut

Derzeit entsprechen die Bahnsteige am Bahnhofsvorplatz aufgrund ihrer geringen Höhe nicht den Anforderungen an einen barrierefreien Zugang zum ÖPNV. Durch den Umbau sollen die Haltestellen bis zum Komplettumbau provisorisch umgerüstet werden.

Lebenserwartung in Baden-Württemberg steigt erneut leicht an

Fast zehn Jahre mehr Lebenszeit für Neugeborene als in den 1970ern – warum die Säuglingssterblichkeit und bessere Vorsorge die Lebenserwartung im Südwesten so stark beeinflussen.

Schwimmunterricht ohne Rettungsfähigkeit? Land lässt prüfen

Wer Schülern Schwimmen beibringt, muss im Notfall Leben retten können. Landesweit wird nun geprüft, ob das auch immer der Fall ist. Ein Verdacht aus dem Raum Baden-Baden sorgt für Unsicherheiten.

Lebensmitteleinkauf: Was Rabatt-Apps so beliebt macht – und was kritisiert wird

Rabatt-Apps versprechen exklusive Sparvorteile. Verbraucherschützer sehen genau darin eine Benachteiligung. Ein großer Teil der Kunden nutzt die Apps, hat daran jedoch oft auch etwas auszusetzen.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.