News aus Baden-Württemberg
Christen aus Russland und Ukraine sollen an einen Tisch in Karlsruhe

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Quelle: Bernd Weißbrod
dpa

Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche und der orthodoxen Kirche der Ukraine sollen bei der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Karlsruhe zusammenkommen.

Derzeit seien Formate in Planung, bei denen Delegationen beider Seiten an einem Tisch sitzen oder auch gemeinsam auftreten, sagte der Leiter des Koordinierungsbüros für die Vollversammlung, Marc Witzenbacher, am Montag in Karlsruhe.

Die orthodoxe Kirche der Ukraine war vor wenigen Jahren entstanden und wird dem Patriarchat von Konstantinopel zugerechnet. Daneben existiert noch die ukrainisch-orthodoxe Kirche Moskauer Patriarchats.

Die evangelische Landesbischöfin von Baden, Heike Springhart, hofft, dass von der Vollversammlung ein Zeichen der Einheit, Versöhnung und Frieden ausgehe. Sie sehe große Chancen, die multilaterale Ökumene in Baden zu stärken. Dort lebten viele Christinnen und Christen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen.

Vom 31. August bis 8. September werden rund 4000 Gäste zu der Vollversammlung erwartet, dem höchsten Entscheidungsgremium des ÖRK. Dieser hat den Angaben nach 352 Mitgliedskirchen und steht somit für knapp 600 Millionen Christen aus 120 Ländern.

Karlsruhe sei «stolz wie Bolle», dass die Vollversammlung in seiner Stadt zusammenkomme, sagte Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD). Ein Begleitprogramm solle dazu führen, dass die Bürger anschließend «ein bisschen verändert in den Alltag zurückgehen».

Interessierte können Tagestickets für 64 Euro kaufen. Im Preis sind Mittag- und Abendessen enthalten. Aber Witzenbacher hat auch eine kostenlose Alternative im Angebot: «Wir haben noch 1500 Helferdienste zu vergeben.» Wer etwa beim Catering helfe, könne ebenso dabei sein.

 

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