News aus Baden-Württemberg
Corona, Steuerbetrug und Grundsteuer: Finanzprüfer im Stress

News aus Baden-Württemberg Corona, Steuerbetrug und Grundsteuer: Finanzprüfer im Stress

Quelle: Pixabay
dpa

Allein die Pandemie hat den Finanzämtern reichlich Zusatzarbeit beschert. Doch nicht genug: Die Reform der Grundsteuer muss auch umgesetzt werden. Und dann ist da noch das neue Online-Portal für Hinweise auf Steuerbetrüger.

Wer hat Anrecht auf die Homeoffice-Pauschale? Das ist nur eine der vielen Fragen, mit der sich die Finanzämter in der Corona-Pandemie bei der Prüfung der Einkommensteuererklärungen eingehend beschäftigen mussten. Finanz-Staatssekretärin Gisela Splett (Grüne) und Oberfinanzpräsident Hans-Joachim Stephan stellen heute (10.00) die Bilanz der Steuerbehörden im Südwesten vor. Es seien im vergangenen Jahr 4,3 Millionen Einkommensteuererklärungen bearbeitet worden, erneut mehr als in den Jahren davor, hieß es vorab vom Finanzministerium. Zudem hätten Zehntausende Stundungsanträge und Anträge auf Vollstreckungsaufschub bearbeitet werden müssen.

Nicht genug: Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) ließ Ende August 2021 ein Portal für anonyme Hinweisgeber freischalten, um den Kampf gegen Steuerbetrüger zu verstärken. Daraufhin hatte es – knapp einen Monat vor der Bundestagswahl – Kritik unter anderem von Union und FDP, aber auch von vielen meist anonymen Privatpersonen an einem angeblichen Steuer-Pranger im Netz gehagelt. Eine Jahresbilanz dazu soll es am Dienstag noch nicht geben, die soll im Oktober folgen. Wegen vieler Beleidigungen und unsinniger Eingaben zu Beginn habe man die Monate August und September herausgenommen, sagte ein Sprecher.

Und dann sind da noch die Vorbereitungen für die umstrittene Reform der Grundsteuer. Eigentümer müssen bis Oktober dieses Jahres neue Grundsteuererklärungen an das Finanzamt schicken.

 

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