News aus Baden-Württemberg
Corona und Gaskrise: Viele Heilbäder haben Existenzsorgen

News aus Baden-Württemberg Corona und Gaskrise: Viele Heilbäder haben Existenzsorgen

Quelle: Marijan Murat/dpa
dpa

Die Gaskrise trifft die Thermalbäder in Baden-Württemberg mit voller Wucht. Viele müssen sehen, wie sie die deutlich steigenden Kosten wieder einspielen. Denn nach der Pandemie sind viele Kassen leer.

Die baden-württembergischen Mineral- und Heilbäder stehen nach Angaben ihres Verbands angesichts der steigenden Gaspreise mit dem Rücken zur Wand und stellen ihre Angebote auf den Prüfstand. Sie rechnen nach einer Befragung für das kommende Jahr damit, dass sich die Kosten im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöhen werden, im Durchschnitt pro Terme um 200 Prozent, wie der Heilbäderverband Baden-Württemberg bei seiner Mitgliederversammlung in Bad Rappenau mitteilte. Im Rahmen des Bädertages kamen dort Vertreterinnen und Vertreter von Heilbädern und Kurorten zusammen.

Bereits im Sommer hatte Verbandspräsident Fritz Link gewarnt, die meisten Mineral- und Thermalheilbadbetreiber würden mindestens Teilbereiche schließen müssen. Dies treffe unter anderem die energetisch aufwendigsten Bereiche wie Becken und Saunabereiche. «Wir werden so weit es geht versuchen, den Betrieb in unseren Bädern aufrechtzuerhalten», sagte auch Verbandsgeschäftsführer Arne Mellert. «Bevor ein ganzes Bad schließt, wird zum Wohle unserer Besucher zunächst geprüft, wie man den Betrieb einschränken kann.»

Energiesparmaßnahmen seien bereits selbstverständlich und die Maßnahmen breit aufgestellt, teilte der Verband mit. Auch nachhaltiges Wirtschaften sei für die meisten Betreiber ein Thema. Nach einer Mitgliederbefragung diskutieren mehr als die Hälfte der Betreiber zudem, wie sie sich unabhängiger von fossilen Rohstoffen machen können. Mehr als jede vierte Therme hat demnach bereits erste Schritte eingeleitet oder geplant. «Weiterentwicklung ist nötig und gewünscht – jedoch sind die Spielräume der Thermen nach den Pandemiejahren und den aktuell explodierenden Kosten sehr begrenzt», schränkte Link nun ein.

Die Heilbäder hatten bereits die Folgen der Corona-Krise mit voller Wucht zu spüren bekommen. Die Besucherzahlen waren nach Verbandsangaben auf etwa ein Drittel des Niveaus vor der Krise gesunken. 2019 wurden rund zehn Millionen Gäste gezählt.

 

Weitere Nachrichten

Frontalzusammenstoß zweier Autos in Karlsruhe: Fünf Menschen verletzt

Beim Frontalzusammenstoß zweier Autos im Landkreis Karlsruhe sind fünf Menschen verletzt worden, darunter auch ein Kleinkind.

Sparen ohne Sperren: Zoos in Baden-Württemberg in der Energiekrise

Tropenfische brauchen warme Temperaturen, Reptilien und Orang-Utans auch. Zoos müssen die Aquarien, Terrarien oder Tierhäuser beheizen. Die Energiekrise befeuert die Kosten nach einer bereits belastenden Corona-Zeit. Wie reagieren die Zoos im Land?

Modellversuch: Häftlinge sollen in Zellen Zugang zu Computern bekommen

Häftlinge in Baden-Württemberg sollen in den Gefängniszellen Zugang zu Computern bekommen.

Wallbox: Verbraucherschützer skeptisch bei Stromabriegelung

Verbraucherschützer haben vor überzogenen zeitweisen Stromabriegelungen durch Netzbetreiber im Zuge des Ausbaus von E-Ladestationen gewarnt.

Bauminister für Förderung nicht nur von sozialem Wohnungsbau

Die Bauminister der Länder haben vor einer zu starken Fokussierung auf den sozialen Wohnungsbau bei der Förderpolitik gewarnt.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.