Corona in Baden-Württemberg
Corona-Zahlen steigen: Baden-Württemberg droht Warnstufe

Corona in Baden-Württemberg Corona-Zahlen steigen: Baden-Württemberg droht Warnstufe

Quelle: Britta Pedersen

Steigen die Corona-Zahlen weiter, könnte in Baden-Württemberg schon kommende Woche die sogenannte Warnstufe ausgerufen werden.

Dann müssten Menschen, die weder gegen das Virus geimpft noch von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind, in vielen Bereichen negative PCR-Tests vorweisen. Zudem würden dann wieder Kontaktbeschränkungen gelten: Ein Haushalt dürfte sich dann nur noch mit fünf weiteren Personen treffen. Ausgenommen davon wären Genesene und Geimpfte, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren und Menschen, die sich zum Beispiel aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Getrennt lebende Paare gelten als ein Haushalt.

Es gibt zwei unabhängige Faktoren, wann die Warnstufe ausgerufen wird. Zum einen ist das die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz: wenn an fünf aufeinanderfolgenden Tagen acht oder mehr Menschen je 100 000 Einwohner im Südwesten wegen Corona ins Krankenhaus müssen. Zum anderen wird geschaut, ob an zwei aufeinanderfolgenden Tagen 250 oder mehr Covid-Patienten und -Patientinnen auf Intensivstationen liegen. Schon wenn eines der Kriterien erfüllt wird, gilt die Warnstufe. Zur Einordnung: Am Donnerstag lagen 207 Erkrankte in Intensivbetten, die Hospitalisierungsinzidenz betrug 3,14. Anders als früher zählen landesweite Werte und nicht mehr die einzelner Kreise.

«Die Ärzteschaft auf den Intensivstationen ist in Habachtstellung, die Zahl der Patientinnen und Patienten dort steigt derzeit kontinuierlich und könnte schon Ende kommender Woche den kritischen Wert von 250 erreichen», erklärte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) in Stuttgart. Der weit überwiegende Teil der Patienten sei ungeimpft. Daher rief der Minister erneut zum Impfen auf: «Eine Belastung des Gesundheitssystems wie im vergangenen Winter können wir uns nicht mehr erlauben. Wir haben dem klinischen Personal viel zugemutet, viele Stationen sind personell heute schon am Limit.»

 

Weitere Nachrichten

Warum Baden im Rhein auch bei Niedrigwasser gefährlich ist

Fachleute warnen eindringlich davor. Was das Baden im Rhein lebensgefährlich macht.

Krankenkassen informieren: Mehr Behandlungsfehler in Baden-Württemberg gemeldet

Mehr Menschen in Baden-Württemberg beanstanden Behandlungsfehler – doch eine Expertin befürchtet: Die Dunkelziffer könnte noch deutlich höher sein.

Agrarministerin Gentges warnt: Ernteausfälle betreffen alle Verbraucher

Weniger Mehl, teureres Brot? Warum die Trockenheit in Baden-Württemberg nicht nur Bauern trifft – und was Agrarministerin Gentges jetzt schon Sorgen macht.

Neue Fußfessel-Regeln: Was sie leisten kann - und was nicht

Mit der elektronischen Fußfessel will Baden-Württemberg Opfer von Gewalt besser schützen. Was das neue Gesetz vorsieht – und wo die Grenzen der Technik liegen.

Arbeitsmarkt im Südwesten kommt nicht in Schwung

Trotz leicht sinkender Zahlen bleibt der Arbeitsmarkt im Baden-Württemberg unter Druck. Viele Unternehmen zögern mit Neueinstellungen - und die Zahl der Arbeitslosen liegt weiter über dem Vorjahr.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.