Zuschüsse für Kunst im Netz zugesagt
Das Internet als Bühne: Karlsruhe fördert auch neue Kulturformen

Zuschüsse für Kunst im Netz zugesagt Das Internet als Bühne: Karlsruhe fördert auch neue Kulturformen

Quelle: Pixabay

Kultureinrichtungen sind derzeit in Karlsruhe geschlossen. Dadurch soll die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie eingedämmt werden. Auch für Kulturschaffende ist das eine schwierige Situation – doch es besteht die Möglichkeit der Förderung!

Stadt lässt Stundung der Mieten zu

Kein Museum, kein Theater, keine Ausstellung – das kulturelle Leben scheint in Karlsruhe stillzustehen – auch mit massiven Folgen für die Beteiligten. Immerhin fallen durch die Schließung sämtliche Eintrittsgelder und damit auch die finanzielle Lebensgrundlage weg. Das trifft natürlich auch die Karlsruher Kultureinrichtungen hart. Wie die Stadt in einer Pressemitteilung nun mitteilt, sollen die finanziellen Folgen möglichst abgefedert werden.

In einem ersten Schritt bieten Kultureinrichtungen der Stadt Karlsruhe und ihre Gesellschaften als Vermieter neben den Maßnahmen von Bund und Land die Möglichkeit der zinslosen Stundung der Mietzahlungspflicht bis Ende Juni an. Zudem soll die vorzeitige Auszahlung institutioneller Zuschussraten zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen erfolgen.

 

Immer mehr Karlsruher Kultur findet online statt

Einen weiteren Weg sind viele Kulturbetriebe und -einrichtungen bereits auf eigene Faust gegangen: der Weg ins Internet! Denn gerade dort zeigen sich ganz neue Auftritts- und Präsentationsmöglichkeiten. „Es ist faszinierend und beeindruckend, mit wie viel Kreativität und Zuversicht die Künstlerinnen und Künstler nach Wegen in die Öffentlichkeit suchen. Viele entdecken jetzt das Internet als ihre Bühne“, stellt Kulturbürgermeister Dr. Albert Käuflein fest.

Genau diese „Bühne Internet“ soll von der Stadt Karlsruhe weiter unterstützt werden. So heißt es in der Pressemeldung weiter, dass auch für diese neuen Auftritts-, Aufführungs- und Präsentationsmöglichkeiten die Möglichkeit der Projektförderung des Kulturbüros gilt. „Wir möchten die Kulturschaffenden ermuntern und ermutigen, diese Möglichkeit auch in einer Zeit zu nutzen, in der die Kultureinrichtungen geschlossen sind: Analoge künstlerische Projekte aller Sparten können auch digital präsentiert werden“, betont Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche.

 

Künstler können Fördermittel beantragen

Gefördert werden daher ausdrücklich auch Vorhaben von Kunst- und Kulturschaffenden, die sich jetzt ins Internet trauen. Wichtig sei allerdings die Einhaltung der Verhaltensmaßregeln in Corona-Zeiten, so die Stadt weiter: Maximal fünf Personen dürfen in einem geschlossenen Raum an der Umsetzung des künstlerischen Vorhabens beteiligt sein. Für die Präsentation steht über die KTG die Plattform „smart@home“ zur Verfügung.

Der Weg für die Kunstschaffenden ist einfach: Auf der Kulturseite findet sich das Online-Formular zur Beantragung einer Projektförderung. Dabei können und sollen auch Honorare für die künstlerische und technische Realisierung berücksichtigt werden. Die Entscheidung über den Antrag liegt wie bei allen Förderanträgen beim Kulturbüro des Kulturamtes.

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