News aus Baden-Württemberg
Dashcam-Aufrüstung – auch Zivilfahrzeuge werden ausgestattet

News aus Baden-Württemberg Dashcam-Aufrüstung – auch Zivilfahrzeuge werden ausgestattet

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Die Polizei in Baden-Württemberg hat den Verkehr zunehmend mithilfe digitaler Technik im Blick. Hunderte Dienstfahrzeuge sind mit Kameras ausgestattet – und es sollen mehr werden. Für den Innenminister ist das ein Projekt mit bundesweitem Vorzeigecharakter.

Autofahrer aufgepasst: Die Polizei im Südwesten hat nun auch Zivilfahrzeuge mit sogenannten Dashcams ausgestattet und filmt damit Verkehrsdelikte. Innenminister Thomas Strobl (CDU) sprach am Mittwoch in Pforzheim von einer unteren dreistelligen Zahl. Das werde Stück für Stück ausgebaut. Er nannte die Technik einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit und für weniger Tote. «Jeden Tag stirbt ein Mensch auf den Straßen Baden-Württembergs.» Mit den Dashcams sei das Land bundesweit an der Spitze.

Im Juni 2022 hatte das Ministerium nach und nach 107 Fahrzeuge der Verkehrspolizei mit solchen Systemen ausgestattet. Im ersten Jahr hielten diese den Angaben nach 1155 Verkehrsdelikte fest, darunter 860 Verstöße gegen das Bilden einer Rettungsgasse und 13 illegale Kraftfahrzeugrennen. Strobl sprach von einem Erfolg.

Gerade Rettungsgassenverstöße wertete er als großes Problem. «Bei der Bildung einer Rettungsgasse zählt jede Sekunde.» Das könne darüber entscheiden, ob ein Mensch einen Unfall überlebt. Die Erhöhung der Bußgelder auf mindestens 200 Euro und eine Informationskampagne alleine brächten nichts. Wichtig sei es, dass die Gefahr erwischt zu werden steige. Daher sei das Projekt nun auf zivile Polizeiautos ausgeweitet worden. Verkehrsteilnehmer sollten sich nicht nur dann ordnungsgemäß verhalten, wenn die Polizei als solche zu erkennen sei.

650.000 Euro werden dafür laut Landespolizeipräsidentin Stefanie Hinz investiert. 4000 Euro koste ein Set von vier Kameras für Front, Heck und die Seiten, hinzu komme die IT. Nach den Erfahrungen der Beamten und Beamtinnen mache es einen großen Unterschied, wenn man den Menschen zeigen könnte, was sie falsch gemacht hätten. Einem schriftlichen Bericht könnte man auch einfacher widersprechen als den gefilmten Szenen. Diese könnten auch vor Gerichten als Beweis dienen. «Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte», kommentierte Strobl das.

Er betonte, die Kameratechnik sei extra für die Polizei entwickelt worden und entspreche dem Datenschutz. Diese Lösung könne auch der Polizei in anderen Ländern sowie der Bundespolizei ein Vorbild sein.

 

Weitere Nachrichten

Unwetter-Bilanz: Immer weniger Blitze in Baden-Württemberg

Der Sommer in Baden-Württemberg war dieses Jahr besonders heiß und trocken. Die Auswirkungen davon zeigen sich auch in der Anzahl der Blitze im Land. Wo steht der Südwesten im bundesweiten Vergleich?

Kein einziges Bußgeld: Verstöße gegen 12-Uhr-Tankregel bisher ohne Folgen

Seit April dürfen Preise an Tankstellen nur einmal pro Tag erhöht werden. Bei Verstößen in Baden-Württemberg wurde bisher kein einziges Bußgeld verhängt.

Rechtsstreit um Online-Apotheke von dm - Fakten zum Mitreden

Vor dem Landgericht Karlsruhe streiten dm und die Wettbewerbszentrale über die Online-Apotheke dm-med. Worum es in dem Verfahren geht und welche Argumente beide Seiten anführen.

Saisonbilanz: Etwas mehr Badetote - wer besonders gefährdet ist - und wo

Rettungskräfte haben Hunderte aus dem Wasser gerettet. Bei fast drei Dutzend Menschen kam ihre Hilfe aber zu spät. Wer vor allem betroffen ist.

Ostfrankreich will verstärkt deutsche Investoren werben

Mit einer neuen Anlaufstelle in München möchte Ostfrankreich gezielt deutsche Unternehmen ansprechen. Besonders in Schlüsseltechnologien wollen die Franzosen deutsche Investoren gewinnen.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.