News aus Baden-Württemberg
Dem Regen zum Trotz: Grundwasserverhältnisse unterm Schnitt

News aus Baden-Württemberg Dem Regen zum Trotz: Grundwasserverhältnisse unterm Schnitt

Quelle: Marijan Murat
dpa

Trotz ergiebigen Regens in den letzten Wochen erwarten Fachleute erstmal weiter rückläufige Grundwasserverhältnisse.

Das könnte sich allerdings hier und da bald ändern: «Angesichts der vielerorts bereits wahrnehmbaren Entspannungssignale sind in einzelnen Landesteilen jedoch frühzeitige Wiederanstiege möglich», teilte die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) am Montag im Bericht «Grundwasserstände und Quellschüttungen» mit. Erfahrungsgemäß setze der Grundwasserneubildungsprozess erst im Spätherbst wieder ein. Großräumige Engpässe in der Wasserversorgung seien auf Basis der aktuellen Beobachtungen nicht zu erwarten.

«Die Grundwasserverhältnisse haben im August 2023 eine Berg- und Talfahrt erlebt, waren alles in allem jedoch rückläufig», erläuterte die Behörde in Karlsruhe. Zwar seien Ende Juli Erholungen erkennbar gewesen, die bis in den August gereicht hätten. Hier verzeichneten die Fachleute im weiteren Monatsverlauf auch überdurchschnittlich viel Regen. Doch unter anderem wegen zeitweise hochsommerlicher Temperaturen verpuffte der Effekt wieder.

Im Monatsmittel zeichneten sich den Angaben nach an 60 Prozent der Messstelle Rückgänge ab. An viele Messstellen sei das Niveau leicht unterdurchschnittlich, an jeder siebten sogar niedrig. «Die Situation ist im südlichen Oberrheingraben weiter angespannt.» Im Vergleich zum trockenen Vorjahr seien die Grundwasserverhältnisse aber angestiegen.

Die LUBW setzt für ihre Beurteilung die aktuelle Situation in Bezug zur bisherigen Entwicklung und erstellt Prognosen. Dabei werden einer Sprecherin zufolge verschiedene Faktoren herangezogen wie die Bodenfeuchte, meteorologische Daten (Temperatur und Niederschläge), historische Extremwerte, der bisherige saisonale gewässerkundliche Jahresverlauf der Messstellen mit statistischen Trendbetrachtungen und Vergleichen, Grundwasserneubildung und Klimaprojektionen.

 

Weitere Nachrichten

Wird "Drug Checking" in Baden-Württemberg erlaubt?

Von Karlsruhe aus verbreitet sich eine Warnung vor der gefährlichen Designer-Droge Cychlorphin. «Drug Checking» könnte helfen, Substanzen zu bestimmen. Doch Baden-Württemberg hinkt hier hinterher.

Konjunktur-Stimmung im Handwerk: Viele warten auf bessere Zeiten

Viele Handwerksbetriebe hoffen auf ein Licht am Ende des Tunnels. Wer besonders optimistisch bleibt – und wo das Stimmungsbarometer überraschend steigt.

Kriminelle Ausländer: Migrationsstaatssekretär fordert Druck auf Heimatstaaten

Das Land will mehr Kriminelle nach Syrien abschieben - bislang ist aber nur einmal ein Straftäter ins Flugzeug gesetzt worden. Das liegt nicht zuletzt auch am Bund, meint der Migrationsstaatssekretär.

Feuerpause im Streit um den Wolf? Richter bitten um Aufschub

Es ist ein Hin und Her im Streit um den Abschuss eines Wolfs im Nordschwarzwald. Bis Mitte Februar dürfte die Entscheidung über den «Hornisgrinde-Wolf» nun ruhen. Warum das?

Neue Designer-Droge im Raum Karlsruhe entdeckt: Was man dazu wissen muss

Cychlorphin gilt als hochpotente synthetische Droge: Schon kleine Mengen können zu schweren Vergiftungen führen. Was Fachleute zu Risiken und Schutzmaßnahmen sagen.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.