News aus Baden-Württemberg
Die Hälfte der Türkinnen und Türken in Baden-Württemberg hat gewählt

News aus Baden-Württemberg Die Hälfte der Türkinnen und Türken in Baden-Württemberg hat gewählt

Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
dpa

Bald gibt es mehr Klarheit über den möglichen Machtwechsel in der Türkei. Bevor am Sonntag die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen dort anstehen, haben die Wahlberechtigten im Südwesten ihre Stimme schon abgegeben. Laut Behörden gab es ein großes Interesse.

Rund die Hälfte der wahlberechtigten Türkinnen und Türken im Südwesten haben sich an der Türkei-Wahl beteiligt. Nach vorläufigen Angaben der türkischen Wahlbehörde gaben in den Generalkonsulaten Stuttgart und Karlsruhe rund 124.000 Türkinnen und Türken ihre Stimme ab. Das sind rund 50 Prozent der etwa 246 185 Wahlberechtigten, die laut Statistischem Landesamt in Baden-Württemberg leben. Die Türkinnen und Türken hierzulande konnten bis Dienstag (9. Mai) wählen.

In den Regierungsbezirken Stuttgart und Tübingen waren dem Generalkonsulat Stuttgart zufolge knapp 150.000 Menschen zur türkischen Wahl aufgerufen. 82.885 von ihnen beteiligten sich den vorläufigen Zahlen der Wahlbehörde zufolge – eine Quote von 55,26 Prozent, in etwa so wie bei den Wahlen im Jahr 2018. «Auffallend ist, dass zunehmend junge Menschen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen», hieß es seitens des Stuttgarter Generalkonsulats.

«Unsere Bürger zeigten großes Interesse an den Wahlen und es gab keine Probleme», teilte das Generalkonsulat Karlsruhe mit. Beide Konsulate in Baden-Württemberg erwarten eine höhere Beteiligungsquote als 2018. Die bisherigen Ergebnisse zeigen jedoch, dass sich in Deutschland etwas weniger Menschen als bei den vorangegangenen Wahlen beteiligten.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan von der islamisch-konservativen AKP muss nach 20 Jahren an der Macht um seine Wiederwahl fürchten. Umfragen sehen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Erdogan und seinem Herausforderer, dem Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu, voraus. Dieser tritt als gemeinsamer Kandidat für eine Allianz aus sechs Oppositionsparteien unterschiedlicher Lager an.

 

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