News aus Baden-Württemberg
Umweltministerium informiert: Viele Chemikalien in Flüssen in Baden-Württemberg

News aus Baden-Württemberg Umweltministerium informiert: Viele Chemikalien in Flüssen in Baden-Württemberg

Quelle: pexels-chait-goli
dpa

Flüsse im Südwesten sind einer neuen Untersuchung zufolge mit vielen Chemikalien belastet.

Mitunter werden Referenzwerte für sogenannte Spurenstoffe im Mittel sogar überschritten, wie das Stuttgarter Umweltministerium und die Landesanstalt für Umwelt am Freitag in Karlsruhe berichteten. Das betreffe beispielsweise das Schmerzmittel Diclofenac, bestimmte Röntgenkontrastmittel und Fluoranthen, das beim Reifenabrieb und bei Verbrennungsprozessen entstehe.

Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) erklärte, es sei zu wenig bekannt über Auswirkungen auf Lebewesen in Gewässern. «Daher sind wir gut beraten, die Einträge zu reduzieren, beispielsweise durch die Aufrüstung von Kläranlagen besonders dort, wo der Abwasseranteil im Gewässer hoch ist.»

Der Präsident der Umwelt-Landesanstalt, Ulrich Maurer, sagte, manche der Stoffe könnten auch in einer vierten Reinigungsstufe von Kläranlagen nicht entfernt werden. Es gibt laut Mitteilung 25 Kläranlagen mit dieser zusätzlichen Stufe – der Südwesten sieht sich damit im europäischen Vergleich als ein Vorreiter.

Maurer rief Verbraucherinnen und Verbraucher auf, auf ökologische Wasch- und Reinigungsmittel zu setzen, Medikamentenreste korrekt zu entsorgen und auf Pestizide zu verzichten. Die Spurenstoffe stammen aus der Industrie, der Landwirtschaft, aus Haushalten und Verbrennungsprozessen. Da sie in Kläranlagen nicht ausreichend abgebaut werden, gelangen viele dieser Stoffe in Gewässer.

Wie es mit Blick auf die Dürresommer der vergangenen Jahre hieß, bedeuten niedrige Wasserstände, dass die Einleitungen aus Kläranlagen in Flüssen weniger verdünnt werden. «Die Spurenstoffe aus den Kläranlagenabläufen belasten Wasserorganismen, die bereits Sauerstoff- und Hitzestress ausgesetzt sind, zusätzlich.» Der neue Bericht fasst Untersuchungsergebnisse zu Chemikalien in baden-württembergischen Gewässern von 2013 bis 2021 zusammen.

 

Weitere Nachrichten

Schweizer Mobilfunk: Wenn sich Handys in Grenznähe unbemerkt einwählen

Einmal nicht aufs Handy geschaut und schon grüßt die Schweiz – mit saftigen Gebühren. Was Urlauber am Bodensee und im Schwarzwald wissen müssen, um nicht in die Kostenfalle zu tappen.

Tarifkonflikt: Das bedeuten die Warnstreiks an Unikliniken für Patienten

Wegen Warnstreiks müssen sich Patienten an den Unikliniken im Land auf Einschränkungen einstellen. Wo und wie lange gestreikt werden soll und was genau droht.

Rätsel um verschwundenen Familienvater aus Rastatt: «XY» greift Fall auf

Seit mehr als zwei Jahren fehlt von Alexander Bohnert jede Spur. Was die Ermittler vor der TV-Ausstrahlung über den rätselhaften Fall berichten.

Weichen Symbolbild

Schneller mit der Bahn: "Meilenstein" für Bahn-Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim

Die Planung kommt voran. Was das Projekt für Reisende und Anwohner bringen soll und warum jetzt der Bundestag gefragt ist.

Hitze treibt Getreideernte voran – Weizen in Gefahr?

Auf den Feldern in Baden-Württemberg sind wieder Mähdrescher unterwegs. Die Ernte beginnt aber früher als üblich. Was das mit der Hitze zu tun hat - und welche Folgen die Bauern erwarten.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.