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Diese Acts wollen für Deutschland beim ESC antreten

News Diese Acts wollen für Deutschland beim ESC antreten

Quelle: Jens Büttner/dpa
dpa

Von Balladen bis Italo-Pop: Im deutschen ESC-Finale treten Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland an. Wer schafft den Sprung nach Wien?

Neun Musik-Acts bewerben sich darum, Deutschland im Mai beim Eurovision Song Contest (ESC) in Wien zu vertreten. Das gab die ARD in Hamburg bekannt.

Die Musikerinnen und Musiker wurden in einem internen Prozess ausgewählt, unter anderem nach Bewertungen durch Expertinnen und Experten aus der Musikbranche sowie einer internationalen Jury und Menschen aus dem Publikum. Die Deutsche Presse-Agentur hat mit den Acts vorab gesprochen:

  • Sarah Engels (33) aus Köln: Die «Deutschland sucht den Superstar»-Finalistin von 2011 ist der wohl bekannteste Name beim Vorentscheid. «Ich liebe es, mich neuen Herausforderungen zu stellen. Aber das ist nochmal eine ganz andere Nummer», sagte Engels. Ihr Song «Fire» soll vor allem Frauen darin stärken, den eigenen Träumen zu folgen.
  • Ragazzki: Hinter dem neu gegründeten Duo stecken YouTuber Marti Fischer (35) aus Niedersachsen («Barbaras Rhabarberbar») und David «Miirtek» Starosciak (33) aus Flonheim (Rheinland-Pfalz). Ihr Gute-Laune-Song «Ciao Ragazzki» ist ein Mix aus Italo-Pop und osteuropäischen Beats. «Das Projekt auf so einer Bühne visuell komplett inszenieren zu können, ist eine megageile Chance», sagt Starosciak.
  • Malou Lovis (26) aus Wettringen (NRW): Die Gewinnerin von «The Voice of Germany» (2023) stand schon mit Tokio Hotel auf der Bühne und steuerte mit ihnen den Soundtrack zum Kinofilm «Momo» bei. Ihre ESC-Ballade heißt «when i´m with you». «Ich hätte nie gedacht, dass ich mal hier bin. Aber es ist schon eine große Plattform, auf der man die Musik zeigen kann.»
  • Myle (25) aus Ravensburg (Baden-Württemberg): Der Deutsch-Amerikaner begleitete bereits Popmusiker wie Wincent Weiss, Kamrad und Alvaro Soler auf ihren Tourneen und tritt mit dem gitarrenlastigen «A OK» an. «Ich bin absolut besessen von Popmusik und freue mich riesig.»
  • Molly Sue (25) aus Laboe (Schleswig-Holstein): Die Norddeutsche stand bereits 2014 bei «The Voice Kids» im Team von ESC-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut. «Genau in die Fußstapfen würde ich jetzt gerne treten.» Im Popsong «Optimist (Ha Ha Ha)» singt sie über innere Ängste.
  • wavvyboi (27) aus Liechtenstein: Simon Vogt-Grande ist mit seinen langen Haaren, Hand-Tattoos und ausgefallenen Klamotten sicher der optisch auffälligste Kandidat. «black glitter» feiert Diversität und verbindet harte Gitarrenriffs mit epischem Gesang. «Es ist für mich eine Riesenchance, meine Musik zu präsentieren. Ich liebe es einfach, Livemusik zu machen.»
  • Dreamboys The Band: Die vier Künstlerinnen, die sich Jo The Man The Music, Philippa Kinsky, VILLFORTH und Nina Caroline nennen und «zusammen rund 100 Jahre alt» sind, machen schon länger solo Musik und haben sich in Berlin als Band gefunden. Ihr ESC-Beitrag: der Indie-Pop-Song «Jeanie». «Wir wollen den Appell senden, dass man sich nicht unterschätzt und jeder seine Stärke hat.»
  • Laura Nahr (25) aus Magdeburg: Nach einem Studium in London zog die Songwriterin vor einigen Wochen nach Berlin. In «Wonderland» beschreibt sie das Gefühl ihrer Generation, zwischen Aufbruch und Überforderung festzustecken. «Es ist schon etwas beängstigend, darüber nachzudenken, was auf einen jetzt zukommt. Aber ich freue mich sehr.»
  • Bela (23) aus München: Der Songwriter macht seit Teenie-Zeiten Musik, arbeitete lang im Hintergrund und singt in «Herz» über den Versuch, in der Welt eines anderen Menschen Platz zu finden, obwohl sie ganz anders ist. «Es ist für mich der erste Auftritt überhaupt und dann direkt vor so vielen Menschen. Das fühlt sich einfach unglaublich an.»

Das Live-Event «Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026» steigt am 28. Februar ab 20.15 Uhr im Ersten. Barbara Schöneberger und Hazel Brugger moderieren. Dabei wählt eine internationale Jury die drei besten Acts aus. Aus denen entscheidet das Publikum, wer für Deutschland nach Wien fährt.

Federführend für die ARD beim deutschen ESC-Finale und der Übertragung des Eurovision Song Contest ist in diesem Jahr erstmals der SWR in Zusammenarbeit mit BR und HR.

 

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