News
DLRG vergibt weniger Seepferdchen-Abzeichen in Baden-Württemberg

News DLRG vergibt weniger Seepferdchen-Abzeichen in Baden-Württemberg

Quelle: Jens Kalaene/dpa
dpa

Schwimmen zu können, kann lebensrettend sein: Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) lehrt Kindern und Erwachsenen, sich sicher über Wasser zu halten. Was die Organisation kritisiert.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat im vergangenen Jahr weniger Seepferdchen-Abzeichen im Südwesten ausgegeben als im Vorjahr. Insgesamt waren es 14.397 Frühschwimmer-Abzeichen – 864 weniger als 2024, wie die DLRG mitteilte. Die allermeisten Teilnehmer der Schwimmkurse waren Kinder, es waren aber auch Erwachsene darunter.

Kinder und Erwachsene mit dem Bronze-Abzeichen gelten als sichere Schwimmer. Von diesen sogenannten Freischwimmer-Abzeichen gab die DLRG demnach 7.855 aus – immerhin 122 mehr als 2024.

 

DLRG: Wartezeiten für Schwimmkurse werden länger

Bundesweit vergab die DLRG 96.471 Schwimmabzeichen in Bronze, Silber und Gold, etwas mehr als im Vorjahr. Doch die Organisation warnt: «Die Zahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass insgesamt zu viele Kinder das Schwimmen nicht erlernen», sagte Präsidentin Ute Vogt laut Mitteilung. «Wir gehen nach wie vor davon aus, dass fast 60 Prozent der Schülerinnen und Schüler am Ende der vierten Klasse nicht sicher schwimmen können.»

Die DLRG hat zudem festgestellt, dass die Wartezeiten für Kursplätze in der Anfängerschwimmausbildung noch länger geworden sind. Etwa die Hälfte der örtlichen Vereine führten noch Wartelisten. Die meisten anderen verzichteten inzwischen darauf, da das mit viel Aufwand verbunden sei, sagte Vogt.

 

Organisation fordert Sanierung von Schwimmbädern

Einen wesentlichen Grund für den Engpass sieht die DLRG-Präsidentin weiterhin in der fehlenden Verfügbarkeit von Wasserflächen: «Wir kommen bei der nötigen Modernisierung unserer Schwimmbadlandschaft und deren konsequenter Ausrichtung an die tatsächlichen Bedarfe bislang kaum voran».

Die DLRG ist nach eigenen Angaben die größte Wasserrettungsorganisation der Welt – und die Nummer Eins in der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung in Deutschland. Die Lebensretter zählen über 640.000 Mitglieder.

 

Weitere Nachrichten

Kongress in Frankfurt: Longevity-Trend - Kann man Altern aufhalten?

In Frankfurt treffen sich ab Mittwoch rund 1.000 Altersmediziner und Altersforscher. Ein Thema des Kongresses ist die Suche nach dem ewigen Leben.

Los geht’s: Was man zum Cannstatter Volksfest wissen muss

Wann lohnt sich der Volksfest-Besuch auf dem Wasen am meisten? Tipps zu Familientagen, besonderen Öffnungszeiten und den besten Treffpunkten auf dem Festgelände.

Kirschernte in Baden-Württemberg fiel 2026 besonders üppig aus

Kirschen satt im Südwesten: Baden-Württemberg fährt eine deutlich überdurchschnittliche Ernte ein. Auch bei den Birnen fällt die Bilanz erfreulich aus.

Statistisches Landesamt: So entwickeln sich die Zahlen von Kindern in Kitas im Land

In den vergangenen Jahren haben Eltern oft verzweifelt einen Kita-Platz für ihr Kind gesucht - es gab zu wenige Plätze für zu viele Kinder. Doch die Zahlen entspannen sich etwas. Woran das liegt.

Protest in Autobranche - So lief der Aktionstag im Südwesten

Zehntausende Beschäftigte bei Autobauern und Zulieferern in Baden-Württemberg protestieren. Bei Mercedes in Sindelfingen fallen deutliche Worte. Und in Richtung Vorstand gibt es Pfiffe und Buhrufe.

Ungewöhnliche Aktion! Museen können sich bewerben: 1.500 Kunstwerke zu verschenken

Das passiert auch nicht alle Tage. Mehr als 1.500 Werke des verstorbenen Kunstsammlers Christoph Müller werden verschenkt. Öffentliche Museen können sich darum jetzt bewerben.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.