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Eichner, Eggimann & Schleusener: Die KSC-Stimmen zur Heimniederlage

Nachrichten Eichner, Eggimann & Schleusener: Die KSC-Stimmen zur Heimniederlage

Quelle: aim

Am Samstag, 13. Dezember 2025, hat der Karlsruher SC vor rund 28.200 Zuschauerinnen und Zuschauern im BBBank Wildpark, mit 0:4 gegen den SC Paderborn verloren. Wir haben mit Trainer und Spieler und Funktionären nach der Heimniederlage gesprochen.

Muss auch der Cheftrainer um seinen Job bange?

Die Entlassung von Zlatan Bajramovic hat unter der Woche für viel Furore gesorgt und die Frage aufgeworfen, ob nun auch der Cheftrainer um seinen Job bangen muss. Gibt es ein klares Bekenntnis von eurer Seite zu Christian Eichner?

Mario Eggimann, KSC-Sportgeschäftsführer: „Ja, das habe ich ihm auch Anfang der Woche schon gesagt und auch der Mannschaft. Vor dem Spiel habe ich auch gesagt, dass wir nicht aufgestanden sind und diese Entscheidung getroffen haben, sondern dass sich das über längere Zeit entwickelt hat. Wir hätten mit der Entscheidung natürlich auch noch warten können, aber das haben wir in der Vergangenheit schon zu oft gemacht. Eiche war bei uns aber nie Thema.“

 

meinKA: Mit fünf Niederlagen in Serie stellt sich durchaus die Frage, ob ihr im Winter auf dem Transfermarkt aktiv werdet. Gibt es dafür schon Pläne?

Mario Eggimann: „Aktuell ist nichts geplant, es kann aber immer etwas passieren. Wenn ein Abgang da ist, müssen wir natürlich auch Zugang machen. Stand jetzt haben wir es nicht geplant, es ist aber nicht ausgeschlossen.“

 

„Ich hätte Zlatan heute gerne den Sieg geschenkt“

meinKA: Wie bewertest du eure heutige Leistung?

Christian Eichner, KSC-Cheftrainer: „Ich fand, dass der Gegner insgesamt mehr Spielkontrolle hatte. Das war jetzt aber nicht unbedingt etwas, was ich so überraschend oder schlimm fand. Bis auf den Schuss von Obermair und den Kopfball von Michel haben wir das Tor ordentlich verteidigt. Offensiv tun wir uns momentan sehr, sehr schwer – das ist die andere Wahrheit. Deswegen konnte man relativ schnell in Haken an die erste Halbzeit ran machen. Ich hatte dann schon Hoffnung, mit dem Spiel auf die Kurve von unseren Jungs. Dann kommen obligatorische 5, 6 Minuten, die ich nicht genau weiß, wie viele es am Ende dann auch waren. Aber so etwas kann das Spiel in die eine oder andere Richtung treiben. Dann muss man danach aber auch sagen, dass wir noch mal zwei, dreimal krasse individuelle Fehler auch gemacht zu den Toren und dadurch verlieren wir das Spiel.“

 

meinKA: Mario Eggimann hat dir den Rücken gestärkt und gesagt, dass es keine Überlegungen gibt, sich von dir zu trennen, wie sieht die aktuelle Situation allerdings für dich aus – willst du denn in der Rückrunde noch weitermachen?

Christian Eichner: „Ich habe aktuell schon vor, nach der Winterpause wieder zu erscheinen, weil ich glaube, dass da ein paar Herren in der Kabine wieder sitzen werden, die unser Spiel verändern. Es war persönlich sicherlich die schwierigste Woche in sechs Jahren, weil du auf der einen Seite, jemanden verloren hast, der zu dir gehört hat. Und auf der anderen Seite, musstest du einfach deiner Rolle klar werden, dass du am Mittwoch wieder Energie ausstrahlen musst für die Mannschaft für Samstag. Ich glaube, das ist uns diese Woche unabhängig vom Ergebnis insgesamt als Gruppe ganz gut gelungen. Aber wenn das am Montag nichts mit mir gemacht hätte, erstmal als Mensch und als Partner überall die Jahre, ich glaube, dann wäre ich nicht mehr authentisch und deswegen hätte ich Zlatan heute gerne den Sieg geschenkt, mit den Jungs zusammen, weil ohne ihn würde ich hier nicht sitzen.“

 

„Das ist meine erste gelb-rote Karte“

meinKA: Es gab heute mehrere knifflige Schiedsrichterentscheidungen, wie hast du sie wahrgenommen?

Christian Eichner: „Bei der ersten Situation mit dem Tor, das zurückgenommen wurde, kommt ein Paderborner Spieler und das ist ein guter Spieler, der dann im Zentrum den Ball noch kurz bekommt. Das muss man sich wirklich noch mal anschauen. Der will einen sauberen Pass zu seinem Kollegen spielen, der rechts in der Dreierkette spielt und das ist dann ein Fehlpass. Jetzt werden wir uns wahrscheinlich so hindrehen, dass man sagen kann, dass es kein bewusstes Spiel war und das werden wir nicht beweisen können. Bei Schleuses Platzverweis – also das habe ich selten gesehen, dass ein Spieler während der Schwalbe schon anzeigt, dass es kein Foul war. Also, der Schiedsrichter reagiert, nachdem Schleuse die Hand hält. Das kann man ganz gut sehen. Jetzt darf das jeder für sich selbst entscheiden. Ich finde es eine mutige Entscheidung, aber dann brauchen wir uns natürlich nicht wundern, wenn der Eichner in Zukunft wegen jeder Kleinigkeit Geld fordert, wegen einer Schwalbe beim Gegner.“

 

meinKA: Dein Platzverweis hat für viel Aufregung auf und neben dem Platz gesorgt, wie beurteilst du die Gelbrote-Karte?

Fabian Schleusener, KSC-Stürmer: „Beim Fallen hebe ich die Hand und zeige ihm an, dass ich keinen Elfmeter möchte. Ich kenne das Regelwerk da nicht und weiß nicht, ob es da eine Schwalben-Auslegung gibt. Es war eine dumme Aktion, auch wenn ich keinen Elfmeter gefordert habe. Ich habe diese Situation noch nie erlebt. Das ist meine erste gelb-rote Karte. Ich glaube, dass ich ein sehr fairer Spieler bin und das auch immer schon war. Ich kann es leider nicht mehr ändern, aber mir tut es sehr leid, weil das quasi die ausschlaggebende Aktion war dafür, dass wir das Spiel hergegeben.“

 

Fotogalerie | KSC mit 0:4-Heimklatsche gegen Paderborn

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