Karlsruher SC
Enttäuschung im Wildpark: KSC verliert auch gegen Nürnberg

Karlsruher SC Enttäuschung im Wildpark: KSC verliert auch gegen Nürnberg

Quelle: Uli Deck/dpa

Der Karlsruher SC bleibt nach einer schwachen Vorstellung im Wildpark auch gegen Nürnberg punktlos. Auf Trainer Maximilian Senft wartet viel Arbeit in der Länderspielpause.

Die Profis des Karlsruher SC verabschieden sich mit der dritten Saison-Heimniederlage in die lange Länderspielpause. Gegen den weiter ungeschlagenen 1. FC Nürnberg verlor der badische Fußball-Zweitligist nach einem über weite Strecken enttäuschenden Auftritt verdient mit 0:1 (0:1). Das Tor des Tages erzielte FCN-Toptorjäger Mohamed Ali Zoma in der 30. Minute vor 31.067 Zuschauern im Wildpark. Zuvor hatte der KSC zu Hause fünfmal in Folge gegen die Nürnberger gewonnen.

Von den Karlsruhern, die nach dem 0:3 gegen Cottbus mit Lilian Egloff und Viktor Bergh statt Tim Civeja und Noel Eichinger in die Partie gestartet waren, kam offensiv lange Zeit überhaupt nichts. Den Torschrei hatten die KSC-Fans nur in der Anfangsphase auf den Lippen, als Nürnbergs Torwart Jan Reichert die Annahme nach einem Rückpass misslang. Der Ball kullerte an den Außenpfosten.

Statistik spricht klar gegen den KSC

Wesentlich besser machten es die in der ersten Hälfte komplett überlegenen Franken, die mit derselben Startelf begannen wie beim 2:1 gegen Hannover 96. Ruhig und präzise zogen die Nürnberger ihr Spiel auf, ganz im Stil eines Aufstiegskandidaten. Nur die ganz großen Torchancen fehlten gegen die tief stehenden Badener. Die Statistik nach 45 Minuten beeindruckte trotzdem: 72 Prozent Ballbesitz, 406:110 gespielte Pässe.

Großes Zweitliga-Kino war die völlig verdiente Führung, als sich die Nürnberger flink durchs Karlsruher Zentrum kombinierten. Am Ende bediente Mittelfeldlenker Javier Fernandez den heran rauschenden Zoma, der mühelos vollendete. Es war das sechste Saisontor für den 22-Jährigen, der in dieser Woche erstmals in den Kader der italienischen A-Nationalmannschaft wurde.

Während FCN-Coach Miroslav Klose den souveränen Auftritt seiner Elf entspannt verfolgte, ruderte KSC-Trainer Maximilian Senft immer wieder mit den Armen. So viel Passivität konnte ihm nicht gefallen. Vor der Partie hatte der 37-Jährige noch betont, dass seine Mannschaft seine «Kernidee» umsetzen müsse. Intensität, Leidenschaft, Chancen, all das vermissten die KSC-Fans.

Pfiffe zur Pause

Einige Pfiffe von den Rängen begleiteten die Karlsruher in die Pause, nach der Senft zwei Wechsel vornahm: Die Neuzugänge Jason Ponente-Ramirez und Sandro Tremoulet kamen für die wirkungslosen Louey Ben Farhat und Egloff. Ponente-Ramirez schoss nach einem Konter zumindest aufs Tor, Reichert hielt den Ball fest.

Abgesehen von einem wegen Abseits aberkannten Tor von Rafael Pinto Pedrosa blieb die Heimelf im weiteren Verlauf aber wirkungslos. Selbst in der Schlussphase, als Neuzugang Heliton noch sein Debüt gab, konnte die Mannschaft von KSC-Trainer Maximilian Senft selten Druck aufs Nürnberger Tor erzeugen. Mit nur fünf Punkten aus den ersten sechs Spielen geht es für die Karlsruher am 11. Oktober in der Liga beim FC St. Pauli weiter.

 

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