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Einsam vor dem Bildschirm – Studie warnt vor Lage im Land

News Einsam vor dem Bildschirm – Studie warnt vor Lage im Land

Quelle: Michael Matthey/dpa
dpa

Wer länger am Bildschirm sitzt, fühlt sich laut einer Studie häufiger einsam. Warum die Experten mehr Aufklärung über den Umgang mit digitalen Medien fordern.

Menschen, die sich einsam fühlen, verbringen nach einer neuen Studie aus Baden-Württemberg mehr Zeit vor dem Bildschirm und in den sozialen Medien als andere. Je länger die digitalen Medien am Tag genutzt würden, desto höher sei der Wert der gefühlten Einsamkeit, heißt es in einer Studie der Bertelsmann Stiftung.

Demnach bezeichne sich fast jeder dritte Befragte als moderat oder stark einsam, wenn er täglich unter zwei Stunden lang vor dem Computer sitzt oder das Smartphone nutzt. Verlängere sich die Dauer auf bis zu sechs Stunden, steige der Anteil auf 40 Prozent. Etwas mehr sind es, wenn mehr als sechs Stunden lang Medien genutzt würden.

 

Was helfen könnte

«Einsamere Menschen nutzten Medien länger, unterschieden sich aber nur geringfügig in der Wahl der Plattformen», fassen die Experten der Stiftung nach ihrer landesweiten Befragung zusammen. Es sei aber anhand der Daten nicht zu beantworten, ob nun die Mediennutzung zur Einsamkeit beiträgt oder umgekehrt Einsamkeit die Zeit am Bildschirm beeinflusst.

«Mediennutzung ist kein Problem an sich», sagt der baden-württembergische Gesundheits- und Sozialminister Manne Lucha (Grüne). «Entscheidend ist, wie und wie lange wir sie nutzen.» Digitale Teilhabe müsse so gestärkt werden. dass sie soziale Teilhabe stärken.

 

Onlinemedien können aktiv verbinden

Die Experten fordern in ihrer Studie, den Umgang mit Medien besser zu vermitteln: «Digitale Angebote sollten von allen Altersgruppen so verwendet werden, dass sie soziale Beziehungen fördern statt schwächen.» Das Potenzial digitaler Medien, Informationen zu verbreiten und Menschen zu vernetzen, müsse genutzt werden, empfehlen die Bertelsmann-Wissenschaftler. Spezifische Apps und lokale Online-Plattformen könnten Menschen mit Gruppen und Aktivitäten vernetzen. So könnten Onlinemedien aktiv verbinden statt nur passiv genutzt werden.

 

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