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EnBW senkt Strompreis leicht – doch für manche wird’s teurer

News EnBW senkt Strompreis leicht – doch für manche wird’s teurer

Quelle: Uli Deck/dpa
dpa

Der Stromkonzern kann nicht mal die Hälfte des Preises beeinflussen. Daher sollten Verbraucherinnen und Verbraucher nun ganz genau hinschauen.

Der Energieversorger EnBW senkt zum 1. April die Strompreise leicht. Weil die Netznutzungsentgelte aber steigen, werden nicht alle Haushalte entlastet, wie der Karlsruher Konzern mitteilte.

Ein Musterhaushalt mit zwei bis drei Personen und einem Jahresverbrauch von 2.900 Kilowattstunden (kWh) spare unterm Strich rund 1,6 Prozent oder 23 Euro im Jahr, hieß es weiter. Bei weniger als 922 kWh pro Jahr müsse aber je nach konkretem Verbrauch etwas mehr bezahlt werden. Das könnte zum Beispiel Single-Haushalte betreffen – oder das Treppenlicht in Mehrfamilienhäusern.

Gesunkene Großmarktpreise zeigen Wirkung

Der Grundpreis steigt den Angaben nach für einen Musterhaushalt von 209 auf 220 Euro im Jahr. Manche Bestandteile des Strompreises wie Netzentgelte, Abgaben, Umlagen und Steuern könne EnBW nicht beeinflussen, machte Vertriebsvorstand Dirk Güsewell in der Mitteilung deutlich. «Diese machen inzwischen fast 60 Prozent des Preises aus.» Hier lege der Staat die Höhe fest.

Bei den Beschaffungskosten machten sich nun aber die gesunkenen Großmarktpreise bemerkbar. Der sogenannte Verbrauchspreis sinkt den Angaben zufolge je kWh um 1,14 Cent auf 40,57 Cent. Laut einer Sprecherin liegt die Zahl der betroffenen Kunden im unteren Millionen-Bereich. Konzernweit versorgt EnBW rund 5,5 Millionen Kunden mit Strom und/oder Gas.

Tipps der Verbraucherzentrale

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hatte am Mittwoch mitgeteilt, bei manchen Anbietern seien Strompreise ab etwa 31 Cent pro kWh verfügbar. Ein Haushalt mit einem Verbrauch von jährlich 3.000 Kilowattstunden könne mit einem Anbieterwechsel durchschnittlich 330 Euro im Jahr sparen.

Für einen Vergleich seien Online-Vergleichsportale praktische Instrumente. Allerdings sollten bestimmte Filter, die die Vorauswahl einschränken, ausgeschaltet werden. Vor einem Wechsel sollten Haushalte laut der Verbraucherzentrale mit einer kurzen Internetrecherche überprüfen, ob der Anbieter in der Vergangenheit negativ aufgefallen ist.

 

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