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Erdbeeren zu Saison-Tiefpreisen: So viel kostet die Schale aktuell

News Erdbeeren zu Saison-Tiefpreisen: So viel kostet die Schale aktuell

Quelle: Uli Deck/dpa
dpa

Rund sieben Wochen nach Beginn der Erdbeersaison im Südwesten gibt es die Früchte zu den günstigsten Preisen der Saison. Experten gehen davon aus, dass die Preise bald wieder anziehen werden.

Die Schale Erdbeeren gibt es aktuell zu den wohl günstigsten Preisen der Saison. «Da gibt es jetzt diese Woche auch Preise unter zwei Euro», sagt Marktanalystin Eva Würtenberger von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft. Vergangene Woche lag der günstigste Preis im Supermarkt demnach noch bei 2,39 Euro für 500 Gramm – der Durchschnittspreis für das Kilogramm deutsche Erdbeeren bei 5,87 Euro.

Zum Vergleich: Ende April/Anfang Mai lag das Kilo im Durchschnitt noch bei 8,19 Euro, wie die Marktanalystin sagt. In der zweiten Junihälfte würden die Preise voraussichtlich wieder anziehen.

Worauf sollten Verbraucher beim Erdbeer-Kauf achten?

Die Verbraucher sollten regionale Erdbeeren kaufen und diese möglichst schnell nach dem Kauf essen, rät Simon Schumacher vom Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauern (VSSE). Grundsätzlich gelte: Weichere Sorten seien meistens etwas aromatischer. «Wie man es eben kennt von der Freiland-Erdbeere, wenn die so ein bisschen im Mund schmilzt und wo man nicht drauf rumkaut wie auf einer Karotte, dann kommt auch wirklich das Erdbeer-Aroma am besten durch.»

Wie lassen sich Erdbeeren gut aufbewahren?

Am besten die Erdbeeren vorsichtig aus der Schale nehmen und auf einen großen Teller legen, wie Schumacher rät. Den Teller in den Kühlschrank stellen. Maximal zwei bis drei Tage – dann sollten die Erdbeeren gegessen sein. Wegen des Regens der vergangenen zwei Wochen seien die Erdbeeren aktuell sensibler und könnten leichter den Schimmelpilz Botrytis entwickeln. Dieser entstehe an beschädigten Stellen der Erdbeere, sei aber «komplett unschädlich». Die betroffenen Stellen sollten Verbraucher großzügig wegschneiden, den Rest der Erdbeere könnten sie problemlos essen.

Was rät der Experte für den idealen Erdbeer-Genuss?

Am besten nicht kühlen oder zumindest aufgewärmt essen und erst ganz kurz vorher waschen, sagt Schumacher. «Dann gibt es eine schöne, ganz einfache Idee, so als Nachtisch, auch für Kindergeburtstage.» Man nehme einen Schokokuss, schneide den Kopf ab und nehme in der Mitte eine Löffelbreite heraus. In diese Kuhle kommen kleingeschnittene Erdbeeren oder Erdbeermus. «Dann kann man das wunderbar auslöffeln», sagt Schumacher. «Und wer experimentierfreudig ist, tut es noch ganz kurz in die Mikrowelle, dass die Schokolade so anschmilzt.»

Wie ist die Saison bisher gelaufen?

Laut Schumacher lief die Saison bis zum Wettereinbruch vor rund zwei Wochen optimal. «Wenn sich Erdbeeren das Wetter wünschen würden, wäre es so gewesen, wie es war», sagt der Vorstandssprecher. «Sonnig, aber nicht zu heiß um die 25 Grad und nachts wieder kühler und kein Regen.»

Der Regen nun führe dazu, dass die Früchte nicht mehr so stabil und haltbar seien. Anbauer müssten die Ernte aus dem Freiland schnell auf den Markt bringen und würden teilweise auch mit den Preisen runter gehen.

«Wer jetzt eben Konfitüre machen will oder einfach nur die Ware zuckert und verarbeitet, der kann Schnäppchen machen», sagt der Experte. «Oder wer wirklich den reinen Erdbeergenuss will, der findet das eben auch – aber dann für einen anderen Preis.» In dem Fall seien dann eher fünf Euro für die beste Ware anzusetzen.

Bis wann läuft die Saison?

Laut Schumacher sind in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Südhessen und Bayern bereits rund 70 Prozent der Normalkultur geerntet. Im Norden, wie in Niedersachsen und Brandenburg, seien es dagegen erst etwa 20 Prozent. Die Hauptsaison endet demnach im Süden Anfang Juli, in den anderen Bundesländern im Laufe des Julis.

Neben den früh und spät blühenden Sorten seien auch die immer blühenden Sorten im Kommen, sagt Schumacher. «Das ist schon ein ganz klarer Trend, der jetzt so am Starten ist.» Es gebe immer mehr Landwirte, die Erdbeeren nicht im Boden, sondern auf Stellage produzieren – brusthohe Rinnen, aus denen sich bequem ernten lasse. Diese trügen auch bis in den Oktober hinein Früchte.

 

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