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Es wird frostig – aber reicht es zum Skifahren in Baden-Württemberg?

News Es wird frostig – aber reicht es zum Skifahren in Baden-Württemberg?

Quelle: Markus Klümper/dpa
dpa

Schnee, Sonne und bitterkalte Nächte im Südwesten – aber reicht das für den ersten Pistenspaß? Skilift-Betreiber sind optimistisch, aber was sagen die Meteorologen?

Für ordentlich Ski und Rodel hat es bislang zwar nicht gereicht. Aber Schneeflocken und klirrende Kälte werden vor allem den Süden Baden-Württembergs am Wochenende in frühwinterliche Stimmung versetzen. Dabei gilt vor allem: Warm anziehen – auch wenn Sonne und blauer Himmel zum Spaziergang einladen dürften. Die Meteorologen rechnen allerdings nur mit einem kurzen Stelldichein des Winters. Schon in der kommenden Woche dürften die Temperaturen tagsüber wieder deutlich zulegen.

Pistenspaß noch nicht gesichert

Das wären schlechte Nachrichten für die Betreiber der Skilifte im Schwarzwald und auch auf der Schwäbischen Alb. Die meisten von ihnen stehen bereits in den Startlöchern, bislang ist lediglich der Kaibenlochlift am Kandel geöffnet. Mit dem ersten Schneefall beginnt dort traditionell der Auftakt in die Saison, auch unter Flutlicht.

«Der erste Schnee liegt, es soll noch was kommen, dazu beschneien wir, abwarten, ob’s reicht…», heißt es dagegen im Skigebiet Mehliskopf (Bühl). Optimistisch klingen auch die Betreiber der Skilifte Hofsgrund am Schauinsland im Südschwarzwald: «Wir präparieren alles und schauen dann», sagt ein Mitarbeiter. «Sobald die Schneehöhe ausreicht, eröffnen wir die Wintersaison 2025/2026.» Zehn Zentimeter Schnee seien aber noch nötig.

Meteorologen sind skeptisch

Auch am Kniebis ist die Schneedecke nicht dick genug: «Der bis jetzt gefallene Schnee reicht noch nicht, um die Lifte in Betrieb nehmen zu können», sagt Heiko Fahrner von den Skiliften in Unterstmatt. Auch am Feldberg wird gewartet: Offizieller Saisonstart ist der Freitag kommende Woche (28.11.).

Beim Blick auf mögliche Schneehöhen sind die Experten vom Wetterdienst aber skeptisch: «So richtig hohe Schneemengen sind aktuell verbreitet nicht in Sicht», sagt DWD-Meteorologe Thomas Schuster. Er rechnet mit nicht mehr als fünf Zentimetern in den kommenden Tagen. Ein Teil des Schnees könne später auch noch in Regen übergehen.

Hier wird es frostig

Vor allem die kommenden Nächte sollen allerdings noch klirrend kalt werden, sagt Schuster. Mit Glätte sei weniger zu rechnen, weil die Luft trockener werde. Am Samstag strahlt zunächst die Sonne – aber bei kaum über null Grad. Die Werte liegen bei minus 2 Grad im Bergland und plus 2 Grad im Kraichgau. Bitterkalt wird es nachts: Der DWD erwartet Tiefstwerte zwischen minus 6 am Rhein und bis minus 10 Grad in den höheren Lagen, im Allgäu rechnet er sogar mit bis zu minus 13 Grad in der Nacht zum Sonntag.

Autofahrer müssen sich laut DWD vor allem am späteren Sonntag in Acht nehmen. Denn dann ziehen Schneeregen und Schnee auf – mit einem Wechsel in Gefrierregen. «Das bedeutet Glatteis», so der DWD-Sprecher. Auch der Osten des Landes sei davon betroffen. «Es kann auch in der Osthälfte, etwa in Oberschwaben morgens sehr glatt werden», warnt Schuster. Zum Wochenstart legt die Temperatur dann weiter zu. Am südlichen Oberrhein erwartet der DWD am Montag bereits Höchstwerte von 8 Grad.

 

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