Die höchste Erhebung im Schwarzwald
Feldberg im Schwarzwald – Skigebiet und Ausflugsziel

Die höchste Erhebung im Schwarzwald Feldberg im Schwarzwald – Skigebiet und Ausflugsziel

Quelle: Pixabay

Mit seinen immergrünen Wäldern und malerischen Dörfern ist der Schwarzwald weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Der Feldberg ist dabei die höchste Erhebung der Gebirgsregion – und hat für Kurzurlauber und Skifahrer viel zu bieten.

Er trägt den höchsten Gipfel im Schwarzwald – und trotz seiner im Vergleich zu den Alpen niedrigen Höhe hat der Feldberg einiges zu bieten. Doch auch wenn er nur in etwa halb so hoch ist wie die Zugspitze, ist er nicht zu verachten. Immerhin ist der Feldberg die höchste Erhebung aller deutschen Mittelgebirge und damit der höchste deutsche Berg außerhalb der Alpen!

Im Sommer laden die idyllischen Wege und Pfade zum Wandern ein, im Winter bieten die vielen Lifte den Skifahrern ideale Bedingungen. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere gute Gründe, die für einen Besuch beim Feldberg sprechen. Im Folgenden gibt es die Infos und einige Ausflugstipps im Überblick!

 

Wintersport im Hochschwarzwald – Die Chronik

Feldberg ist die Heimat des Skisports seit 1891, wie die Verantwortlichen vor Ort sich selbst nennen. Doch dieses Datum lässt sich auch geschichtlich belegen! Am 08. Februar 1891 hat sich nämlich Doktor Robert Pilet im Hotel Feldberger Hof „mit norwegischen Schneeschuhen auf den Feldberg“ aufgemacht – die Geburtsstunde des Skilaufs in Mitteleuropa. Die Begeisterung war bei den Einheimischen so groß, dass noch im gleichen Jahr ein Verein gegründet wurde. Der Ski-Club 1891 Todtnau zählt zu den ältesten noch existierenden Vereinen dieser Art in Mitteleuropa!

Nur wenig später beginnt hier im Hochschwarzwald bereits die Produktion von Skiern! Über die folgenden Jahrzehnte wird der Wintersport immer populärer, mehr und mehr Pisten und Liftanlagen entstehen. Zuletzt wurden Millionen unter anderem in den Bau eines großen Parkhauses und in einen neuen Sessellift investiert. Und das soll auch so weitergehen: Die Planungen zur Erneuerung einer weiteren Liftanlage ist bereits im Gange – der Kritik der Naturschützer, die in Zukunft immer mehr schneearme Winter erwarten, zum Trotz!

 

Feldberggipfel im Winter

| Quelle: Pixabay

 

Skigebiet Feldberg mit vielen Pistekilometern

Da die Rheinebene nicht gerade als „Winter-Wonder-Land“ bekannt ist, müssen Wintersport-Begeisterte andere Ziele für die Ausübung ihres Hobbys suchen. Zwar gibt es in der näheren Umgebung einige kleinere Ski-Gebiete, das mit Abstand größte ist aber aus Karlsruhe gesehen dann erst wieder der Feldberg

Immerhin 38 Lift-Anlagen sind in dieser Umgebung zu finden, in Summe warten 63 Pistenkilometer auf die Wintersportler – den Schnee vorausgesetzt. Die beste Schneesicherheit – einfach aufgrund seiner Lage in einer Höhe von 1493 Metern über dem Meeresspiegel – gibt es dabei auf dem Feldberg selbst, dem Herzstück des Skigebiets.

Neben dem Feldberg selbst gibt es rund um den höchsten Berg im Schwarzwald noch sieben weitere Skigebiete, die allerdings etwas kleiner sind. In Summe ist im gesamten Gebiet vom Anfänger-Hügel bis zu einer Weltcup-Abfahrt alles dabei. Alle Lifte können allerdings mit nur einem Skipass genutzt werden. Die acht Skigebiete rund um den Feldberg sind:

  • Skigebiet Feldberg
  • Skigebiet Altglashütten
  • Skigebiet Belchenbahn
  • Skigebiet Menzenschwand
  • Skigebiet Muggenbrunn
  • Skigebiet Notschrei
  • Skigebiet Stollenbach
  • Skigebiet Todtnauberg

 

Saison & Lifte in der Feldberg-Region

Die Lifte am Feldberg und in der Region sind natürlich nicht das ganze Jahr über in Betrieb – und auch im Winter ist ein Betrieb nicht immer garantiert. Fast alles steht und fällt dabei mit dem Schnee. So variiert der Saisonstart jedes Jahr zwischen Anfang und Mitte Dezember – abhängig eben von der Dicke der Schneeschicht. Sollte ausreichend Schnee liegen, dann endet die Saison erst Mitte April wieder.

Die meisten Liftanlagen sind rund um den Feldberg selbst zu finden – 14 Stück an der Zahl. Dazu zählen neun Schlepplifte und fünf Sesselbahnen, die die Wintersportler den Zugang zu 16 Skipisten mit einer Gesamtlänge von 30 Kilometern ermöglichen. Die Höhenlage reicht hier von 950 Meter bis hin zu 1.450 Meter.

Das Skigebiet Altglashütten wird als die Alternative für Familien beschrieben. Hier gibt es eine Familienabfahrt und eine 700 Meter lange rote Abfahrt. Hinauf führt ein Lift. Eine Gondelbahn führt hinauf auf den Belchen, einem Berg, der etwas niedriger als der Feldberg ist. Doch auch hier gibt es 4,5 Kilometer Piste! Nur vier Pistenkilometer, dafür aber drei Liftanlagen gehören zur Spießhorn-Arena in Menzenschwand.

Als Geheimtipp werden auch die sieben Liftanlagen in Muggenbrunn gehandelt. Hier ist es nicht so viel wie am Feldberg selbst, dafür gibt es aber auch nur acht Kilometer Pistenlänge. Etwas überschaubarer geht es im Skigebiet Notschrei zu: Hier ist die Piste recht kurz, dafür gibt es ein Förderband für Rodler! Bekannt ist diese Gegend eher unter den Langläufern. Vier Lifte und Pisten mit einer Gesamtlänge von drei Kilometern warten in Stollenbach auf die Wintersportler. Todtnauberg kann dem Feldberg im Vergleich die größte Konkurrenz machen: Hier gibt es sechs Lifte, aber 13 Kilometer Skivergnügen.

Alle Lifte im Liftverbund Feldberg sind in der gleichen Saison grundsätzlich verfügbar – allerdings witterungsbedingt nicht immer alle in Betrieb. Die Öffnungszeiten sind aber überall gleich: Wenn der Betrieb möglich ist, dann geht es von täglich 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr mit den Liften auf die Berge.

 

Bergbahn am Feldberg

| Quelle: Pixabay

 

Skischulen am Feldberg

Wem das nötige Können beim Skifahren noch fehlt, der ist vielleicht bei einer der vielen Skischulen in dem Gebiet gut aufgehoben. In fast jedem Skigebiet gibt es einen Anbieter, die meisten wohl am Feldberg selbst. Zumeist können in den Skischulen nicht nur Gruppenkurse, sondern auch Einzelstunden gebucht werden. Die Preise liegen meist bei rund 40,00 Euro für einen Ganztageskurs, bei 45,00 Euro für eine Privatstunde. Diese Skischulen sind rund um den Feldberg tätig:

  • Schneesport Thoma
  • Schneesportschule Black Forest Magic
  • Schneesportschule On-Snow
  • Snowboard Fahrschule Feldberg
  • Snowboardschule Schneebrett
  • Skischule Feldberg
  • Wintersportschule Thoma

 

Der Feldberg im Sommer

Nicht nur in den kalten Monaten ist der Feldberg einen Ausflug wert! Auch im Sommer gibt es hier einiges zu entdecken. Zwar sind zu dieser Jahreszeit bei Weitem nicht so viele Liftanlagen in Betrieb, aber die Feldbergbahn bringt die Besucher dennoch auf den höchsten Gipfel außerhalb der Alpen. Hierfür wird die Sesselbahn dann zu einer Gondelbahn umgerüstet. Auf dem Feldberg warten kilometerlange Wanderwege – aber auch die ein oder andere Attraktion.

 

Der Feldbergturm auf dem Gipfel

Als wäre der Feldberg an sich nicht schon hoch genug, gibt es eine Möglichkeit, nochmal 45 Meter draufzulegen! Denn statt einem Gipfelkreuz schmückt den höchsten Berg im Schwarzwald ein Turm, der ursprünglich ein Sendeturm des Südwestrundfunks war. Aber seit 2003 gehört das Gebäude der Gemeinde – und die öffnete das Bauwerk für die Touristen! Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen im Jahr 2018 ist die Aussichtsplattform sogar barrierefrei zu erreichen!

Seither können Besucher von der Aussichtsplattform aus das umliegende Panorama genießen. Der Blick reicht dabei, je nach Wetter, bis in die europäischen Nachbarländer. Der Eintritt in den Turm kostet für Erwachsene regulär 3,80 Euro. Wer eine Hochschwarzwald-Card hat, der kommt sogar umsonst rein. Es gibt zudem Kombi-Tickets mit der benachbarten Feldbergbahn. Aber Achtung: Der Turm ist nur in der Zeit von Mai bis Oktober geöffnet, im Winter ist der Zugang nicht möglich.

Im gleichen Zeitraum wie die Aussichtsplattform ist auch das Schwarzwälder Schinkenmuseum geöffnet – das sich im Feldbergturm befindet. Dort wird die Geschichte erzählt, wie es zur mittlerweile traditionsreichen Herstellung der geräucherten Spezialität in der Region kam. Wer das Museum besuchen will, muss einen kleinen Eintrittspreis von 2,90 Euro entrichten. Wer allerdings ein Feldbergbahnticket oder eine Hochschwarzwald Card besitzt, der hat freien Eintritt.

 

Feldbergturm und Kühe

| Quelle: Pixabay

 

Abenteuer im Kletterwald Feldberg & Fundorena

Wer mehr erleben will als ein Bergpanorama oder eine Wanderung in dem Gebiet, für den ist der Kletterwald Feldberg vielleicht die richtige Adresse. Hier gibt es in Summe neun verschiedene Parcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, zwei Strecken sind als reine Kids Parcours ausgelegt.

Der Kletterwald ist nur eines der Angebote der Fundorena, einem Art Erlebnis-Spielplatz, der sich ebenfalls auf dem Feldberg befindet. Neben dem Kletterwald findet sich hier auch ein Trampolinpark, der Fundo’s Funpark, eine Boulder Arena und das Pony Dome. Gebucht werden können die Attraktionen entweder getrennt oder zum Teil auch in Kombination. Je nach Auswahl ist das Erlebnis entweder auf eine bestimmte Zeit beschränkt oder gilt als Tagesticket. Die Preise belaufen sich zwischen vier Euro für Kinder und bis zu 28,00 Euro für das Kombi-Ticket für Erwachsene. Alle Details nennt der Anbieter auf seiner Webseite.

 

Ausflugsziele rund um den Feldberg

Auch rund um die Feldberg-Region gibt es eine Reihe lohnenswerter Ziele, die sich in vielen Fällen als Tagesausflug anbieten. Wie wäre zum Beispiel eine Wanderung durch das beeindruckende Höllental? Dieses ist nicht nur zur Weihnachtszeit beliebt, wenn es hier in der Ravennaschlucht einen Weihnachtsmarkt gibt. Ein weiteres Natur-Spektakel sind die Triberger Wasserfälle, die zu den höchsten in Deutschland gehören!

Wer sich eher einen Städtetrip als Freizeit-Ziel ausmalt, der findet unweit des Feldbergs Freiburg im Breisgau – die südlichste Großstadt in Deutschland! Sie überzeugt mit einer historischen Altstadt. Noch etwas weiter im Süden ist dann der Rheinfall zu finden, der größte Wasserfall in Europa! Wer lieber etwas ruhigeres Wasser mag, der kann sich auf den Weg zum Mummelsee im Schwarzwald machen.

 

Anfahrt & Parken am Feldberg

Von Karlsruhe aus ist die Region rund um den Feldberg sowohl mit dem Auto, als auch mit der Bahn zu erreichen. Per Auto geht es zunächst auf die A5 in Richtung Süden bis nach Freiburg. Von hier sind es noch knapp 40 Kilometer über die Bundesstraßen 3 und 500. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann die Bundesstraße 500 auch bereits ab Triberg im Schwarzwald nutzen. Dann führt der Weg an einigen Attraktionen im Südschwarzwald vorbei – unter anderem den höchsten Wasserfällen außerhalb der Alpen, dem Deutschen Uhrenmuseum in Furtwangen, dem Titisee oder dem Schluchsee.

Auf dem Feldberg gibt es mittlerweile ein sehr großes Parkhaus. Doch trotz seiner 1.200 Stellplätze ist es gerade in den Wintermonaten bereits schnell voll. Seit Eröffnung des Parkhauses wird allerdings auch das Parken entlang der Passhöhe am Feldberg nicht mehr toleriert! Im Zweifel bietet es sich also an, im Tal zu parken und mit dem Skibus auf den Gipfel zu fahren.

Wer auf der kompletten Strecke von Karlsruhe in den Hochschwarzwald auf das Auto verzichten will, dessen Weg führt ebenfalls durch Freiburg. Bis hier kann der schnelle ICE genutzt werden, der regelmäßig zwischen der Fächerstadt und der Stadt im Breisgau verkehrt. Weiter geht es dann mit Regionalzügen erst nach Titisee und dann weiter nach Feldberg. Die Fahrt dauert in Summe rund zwei Stunden.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

100%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.