News aus der Fächerstadt
Forschung und Lehre sollen eins sein – neue Ära am KIT

News aus der Fächerstadt Forschung und Lehre sollen eins sein – neue Ära am KIT

Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa/Archivbild
dpa

Roboter, die durch Zuschauen lernen. Assistenzsysteme, die Sehbehinderten das Studium ermöglichen. Am Karlsruher Institut für Technologie sind die Forschungsministerinnen von Bund und Land zu Besuch und läuten eine wichtige Neuerung ein.

Dank bundesweit einmaliger Regelungen können Studierende und Wissenschaftler in Großforschungs- und Universitätsbereichen in Karlsruhe flexibler forschen. «Sie forschen hier an den wichtigen Grundlagen, die wir brauchen – aber zugleich forschen Sie an der Praxis», sagte Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) am Montag am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Gemeinsam mit Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (Grüne) läutete sie dort symbolisch eine neue Ära von Lehre und Forschung ein.

Am KIT gilt seit Anfang des Jahres ein Gesetz, das eine Verbindung zwischen Universitäts- und Großforschungsbereich ermöglicht. Damit bekommen etwa Studierende Zugang zu großen Laboren und können sich besser mit den dort arbeitenden Wissenschaftlern austauschen. Bürokratische Hürden wurden abgebaut, damit Wissenschaftler zwischen Forschung und Lehre hin und her wechseln können.

Zuvor hatte Olschowski bei ihrem Antrittsbesuch im KIT für ein Dienstleistungszentrum dort geworben. Es soll Universitäten und Hochschulen beim Thema barrierefreie Lehrmaterialien beraten. Der Bedarf sei groß, sagte Olschowski. Inzwischen gebe es sehr viele Anfragen von Hochschulen aus dem ganzen Südwesten, ergänzte Rainer Stiefelhagen, Professor für Assistenzsysteme für sehgeschädigte Studierende am Zentrum für digitale Barrierefreiheit und Assistive Systeme. Die Einrichtung des Zentrums steht im Koalitionsvertrag. Ein Konzept dafür wurde 2019 beim Ministerium eingereicht.

Olschowski informierte sich auch über Robotersysteme und die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz: Vorgeführt wurde ein Roboter, der beispielsweise bei Reparaturen unterstützen, vom Menschen Bewegungen erlernen und auf Zuruf bestimmte Befehle ausführen kann. Gezeigt wurde auch eine teilautonome Handorthese, eine Art Schiene mit künstlicher Hand, die mithilfe einer in der Handfläche angebrachten Kamera Objekte erkennt und passgenau greift.

Die Exzellenzuniversität mit etwa 9800 Beschäftigten und mehr als 22.000 Studierenden ist bundesweit die erste Institution, die die Grenzen zwischen universitären und außeruniversitären Einrichtungen auflöste. Das dafür notwendige sogenannte 2. KIT-Weiterentwicklungsgesetz wurde vor zwei Jahren vom Landtag beschlossen.

 

Weitere Nachrichten

Landtagswahl: Fünf Gründe, warum die Wahl in Baden-Württemberg jetzt spannend wird

Auf den letzten Metern ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Erbe Kretschmanns: Die Grünen sind plötzlich fast auf Augenhöhe mit der CDU. Wie kann das sein? Und was hat das mit dem «Rehaugen»-Video zu tun?

Pilotprojekte im Regionalverkehr: Wie Bahnfahren sicherer werden soll

Mehr Präsenz im Zug: Mit Doppelbesetzungen und Bodycams wollen die Verkehrsunternehmen im Land auf körperliche Übergriffe reagieren. Nun stehen die Pilotstrecken fest.

Gefahrenabwehr: Baden-Württemberg will eigene Polizeidrohne entwickeln

Was steckt hinter dem Plan für eine eigene Hightech-Drohne – und warum ist China dabei ein Thema?

Brand in Gin-Destillerie in Karlsruhe: Auch Möbelgeschäft betroffen

Feuer in einer Gin-Destillerie in Karlsruhe: Auch ein Möbelgeschäft im Stadtteil Durlach wurde vom Brand erfasst. Die Feuerwehr hatte die Lage rasch im Griff.

Mutmaßlicher Drogendealer bunkert eine Million Euro Bargeld im Kreis Karlsruhe

Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Oberhausen-Rheinhausen stößt die Polizei auf eine Million Euro Bargeld und Drogen. Was die Ermittler sonst noch fanden.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.