News aus Baden-Württemberg
Gegen Winter-Blues: Experte rät zum Gang nach draußen

News aus Baden-Württemberg Gegen Winter-Blues: Experte rät zum Gang nach draußen

Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
dpa

Grau, feucht, kalt – Schmuddelwetter kann einem ganz schön auf den Geist gehen. Aber: Das Wetter macht nicht krank, betont ein Experte. Und gegen den Winter-Blues kann man durchaus selbst was tun.

Auch wenn’s an grauen und nass-kalten Tagen schwerfällt: Gerade in der dunklen Jahreszeit ist viel Bewegung an der frischen Luft notwendig. Schon ein Spaziergang kann nach Angaben des Freiburger Medizin-Meteorologen Andreas Matzarakis kleine Wunder bewirken: «Wenn ich rausgehe, wird die Blutzirkulation aktiviert, das Licht gibt dem Körper Impulse, es werden Glückshormone ausgeschüttet.» Das sei nicht nur gut für die Seele, sondern härte auch ab.

Wer den Winter-Blues auf das Wetter schiebt, denkt ohnehin zu kurz. Zwar würden im menschlichen Körper an langen Sommertagen mehr Glückshormone ausgeschüttet als an kürzeren Wintertagen, an denen das Schlafhormon Melatonin dominanter wirkt. «Das ist aber kein meteorologisches Problem», betonte der Professor am Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung beim Deutschen Wetterdienst in Freiburg.

Je nach Alter und Gesundheitszustand könnten sich Menschen aber schwerer an Veränderungen anpassen. Das Befinden sei etwa von der Krankheitsgeschichte, hormonellen Bedingungen und Faktoren wie Stress oder Ernährung abhängig.

Sonne hilft immer: «Licht erzeugt über Rezeptoren im Auge positive Gefühle.» Das könnte auch ein Grund sein, warum Menschen sich über Schnee freuen. «Bei Schnee wird mehr Licht reflektiert», erläutert Matzarakis. Eine Rolle spiele aber auch die Erwartungshaltung: «Mit Schnee wird Freude verbunden, mit Nebel nicht.»

Am besten komme der Körper mit konstanten Temperaturen zurecht. Bei raschen Wetteränderungen tritt dem Medizin-Meteorologen zufolge das Phänomen der Wetterfühligkeit auf. Das könne sich bei manchen Menschen durch Herz-Kreislauf-Probleme, Depressionen, Kopfschmerzen, Atembeschwerden oder Rheuma äußern. Grundsätzlich gelte aber: «Das Wetter macht nicht krank. Es ist nur ein zusätzlicher Faktor», betonte Matzarakis.

Wenn demnächst ab der Sonnenwende (21. Dezember) die Tage wieder länger werden, bedeutet das für Wetterfühlige übrigens nicht unbedingt Entwarnung. «Bei jedem Wechsel kommt der Körper durcheinander», so der DWD-Experte. Doch auch gegen Frühjahrsmüdigkeit hilft: «Raus an die frische Luft.»

Bewegung heißt nicht gleich Sport. Der kann bei klirrender Kälte oder Schadstoffen in der Luft sogar kontraproduktiv sein. Vor allem für ältere und untrainierte Menschen ist aus Sicht des Experten Sport im Freien bei Temperaturen um die null Grad nicht zu empfehlen.

 

Weitere Nachrichten

235 Millionen Euro Förderung für Städtebau in Baden-Württemberg bewilligt

Der Städtebau in Baden-Württemberg wird in diesem Jahr nach Angaben der Landesregierung mit rund 235 Millionen Euro gefördert.

Erste Tarifrunde für Chemieindustrie in Karlsruhe endet ohne Ergebnis

Für mehr als 70.000 Beschäftigte der Chemie- und Pharmabranche im Südwesten soll es nach Gewerkschaftsvorstellungen mehr Geld geben. In der Krise undenkbar, meinen die Arbeitgeber.

Laut Dehoga: Lage für Betriebskantinen weiterhin herausfordernd

Die Corona-Krise schlägt auch bei den Betriebskantinen zu Buche - mit einem dicken Minus. Aber das ist nicht das einzige Problem, mit dem die Branche hadert.

Europa-Park startet neue Achterbahn "Voltron Nevera"

In einem südlichen Adria-Ambiente dreht die neue Achterbahn des Europa-Parks ihre Runden. Im Mai gibt es dann einen weiteren Neubeginn in der Freizeitanlage.

Volocopter in Bruchsal: CSU wirft Aiwanger Blockade von Umzug nach Bayern vor

Die CSU hat dem bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) vorgeworfen, eine Bürgschaft für den Elektro-Helikopter-Hersteller Volocopter und damit den Umzug des Start-ups nach Bayern zu blockieren.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.