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Gesundheitsminister will an telefonischer Krankschreibung festhalten

News Gesundheitsminister will an telefonischer Krankschreibung festhalten

Quelle: Marijan Murat/dpa/Archivbild
dpa

Ist die telefonische Krankschreibung mit ein Grund dafür, dass die Deutschen sich häufig krankmelden? Seit einer Äußerung des Kanzlers tobt darüber eine Diskussion.

Baden-Württembergs Gesundheitsminister will auch künftig an der Möglichkeit einer telefonischen Krankschreibung festhalten. Er wolle die telefonische Krankschreibung in ihrer jetzigen Form aufrechterhalten wissen, sagte Manne Lucha (Grüne) in Stuttgart. Man habe dieses Instrument bewusst so eingeführt, weil man übervolle Praxen mit dem Risiko einer Infektion verhindern wolle.

Lucha reagierte damit auf Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz, der jüngst bei einem Wahlkampfauftritt in Bad Rappenau den aus seiner Sicht zu hohen Krankenstand in Deutschland kritisiert hatte. Merz sagte, die Beschäftigten in Deutschland kämen im Schnitt auf 14,5 Krankentage. «Das sind fast drei Wochen, in denen die Menschen in Deutschland aus Krankheitsgründen nicht arbeiten. Ist das wirklich richtig? Ist das wirklich notwendig?»

Man müsse mit dem Koalitionspartner SPD etwa über die telefonische Krankschreibung sprechen, so Merz. Diese gilt seit 2021, die Union dringt auf eine Abschaffung. «Während der Coronazeit begründet richtig, heute immer noch?», fragte der Kanzler.

 

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