News aus Baden-Württemberg
Grundsteuer: Kommunen fordern einheitliche Bewertungen

News aus Baden-Württemberg Grundsteuer: Kommunen fordern einheitliche Bewertungen

Quelle: Jens Büttner/ZB/dpa
dpa

Städte und Gemeinden dringen auf eine einheitliche Bewertung von Grundstücken zur Erhebung der Grundsteuer.

Städte- und Gemeindetag fordern laut «Stuttgarter Nachrichten» und «Stuttgarter Zeitung» (Freitag) Nachbesserungen bei der Bewertung von sogenannten Mischgrundstücken. «Das Land sollte eine allgemeinverbindliche Empfehlung formulieren, wie die Gutachterausschüsse mit Mischgrundstücken umgehen sollen», erklärte Ralf Broß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied beim Städtetag, den Blättern. Gemeindetagspräsident Steffen Jäger sagte, es sei «sinnvoll, noch einmal zu erwägen, ob man die Bewertung dieser Grundstücke vereinheitlichen kann».

Die Grundsteuer B wird auf bebaute und bebaubare Grundstücke erhoben und von den Eigentümerinnen und Eigentümern bezahlt – oder auf Mieter umgelegt. Für Kommunen ist die Steuer eine der wichtigsten Einnahmequellen. Von 2025 an soll eine neue Grundsteuer-Berechnung gelten. Bis zuletzt kalkulierten die Finanzämter den Wert einer Immobilie auf Grundlage völlig veralteter Daten. Für die Berechnung müssen bundesweit fast 36 Millionen Grundstücke neu bewertet werden.

Bei Mischgrundstücken ist ein Teil der Fläche bebaut, der andere kann nicht bebaut werden, etwa weil es sich um einen Hang handelt oder Naturschutzgründe dagegensprechen. Trotzdem kann es sein, dass die ganze Fläche mit einem hohen Bodenrichtwert belegt ist, der wiederum erheblichen Einfluss auf die Höhe der Grundsteuer hat. Die Bodenrichtwerte werden von kommunalen, unabhängigen Gutachterausschüssen festgelegt. Der Gutachterausschuss der Stadt Calw hatte nun die Bewertung für Tausende Grundstücke revidiert.

Das Finanzministerium verwies am Donnerstag darauf, dass es für die Erhebung der Bodenrichtwerte gesetzliche Grundlagen gebe. Es sei zudem gängige Praxis, dass diese Richtwerte korrigiert würden, sagte eine Sprecherin. Man gehe aber nicht davon aus, dass Richtwerte flächendeckend korrigiert würden.

 

Weitere Nachrichten

Nach Sonnenfinsternis: Dutzende Patienten mit Augenschmerzen

Schwindel, Brennen und Flecken: Nach der Sonnenfinsternis suchen viele mit Beschwerden die Augenkliniken auf. Was die Ärzte dazu sagen und was passiert, wenn Warnungen ignoriert werden.

Nach Lastwagenbrand auf A5: Fahrstreifen bleibt gesperrt

Nach dem Brand eines Lastwagens auf der Autobahn 5 bleibt der rechte Fahrstreifen in Richtung Basel weiterhin gesperrt. Das könnte auch Auswirkungen auf den Reiseverkehr haben.

Riss im Feld und in der Existenz? Ein Bauer kämpft ums Vieh

Kühe leiden, Futter fehlt: Wie Hitze und Dürre den Alltag auf dem Hof verändern und welche Hilfen das Land für Milchviehhalter plant.

XXL-Windpark der EnBW im Meer: Was das für die Energiewende bedeutet

Sechs Fußballfelder Fläche pro Rotor, Stromleitungen quer durchs Meer: Was hinter dem größten Offshore-Projekt vor der deutschen Küste steckt.

Von Ballett bis Zirkus: 375 Bildungsgänge an Berufsschulen

Ballett-Akademie, Akkordeonlehrer oder Sportmanagement: Was steckt hinter den seltenen Bildungsgängen, die nur eine Handvoll Schüler wählen?




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.