News aus Baden-Württemberg
Häusliche Gewalt: Zahl der Anrufe bei Männerhilfetelefon steigt deutlich

News aus Baden-Württemberg Häusliche Gewalt: Zahl der Anrufe bei Männerhilfetelefon steigt deutlich

Quelle: Pixabay
dpa

Vergangenes Jahr haben sich deutlich mehr Männer wegen häuslicher Gewalt an das Männerhilfetelefon gewandt.

Insgesamt gab es 4498 Kontaktaufnahmen, wie die jeweils zuständigen Ministerien aus Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern am Samstag mitteilten. Das ist knapp die Hälfte mehr als 2021.

Zwei Drittel der Ratsuchenden sind den Ministerien zufolge direkt von Gewalt betroffen. Am häufigsten ging es demnach um erlebte psychische Gewalt – oft in Kombination mit zusätzlicher körperlicher und sexualisierter Gewalt.

Das Projekt wurde vor drei Jahren von Bayern und NRW ins Leben gerufen. Seither hätten «fast zehntausend Kontakte per Telefon, E-Mail oder per Chat stattgefunden», sagte die bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU). Das zeige deutlich, wie hoch der Bedarf und wie wichtig das Angebot sei.

«Mit der Einrichtung des Hilfetelefons haben wir bundesweit eine Lücke geschlossen und ein deutliches Zeichen dafür gesetzt, dass Gewalt an Männern kein Tabuthema sein darf», sagte die NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne).

Betrieben wird das kostenlose, anonyme Hilfetelefon durch die man-o-mann Männerberatung in Bielefeld, die AWO Augsburg, die Sozialberatung in Stuttgart und die Tübinger Fachstelle Pfunzkerle. Sie werden durch die Ministerien gefördert.

 

Weitere Nachrichten

Hartnäckige "Eisheilige" - wann wird es wieder länger wärmer?

Viele warten sehnsüchtig auf Sonne und wärmere Tage – doch die Eisheiligen bremsen den Frühling in Baden-Württemberg vorerst weiter aus. Wann ist es denn wieder so weit?

Karlsruher Energieversorger: Gewinn bei EnBW um mehr als die Hälfte eingebrochen

Der Karlsruher Energieversorger startet schwach ins neue Jahr. Der Gewinn bricht ein. Wie begründet EnBW das?

Regierungsbildung: Die Koalition steht - Grün-Schwarz unterzeichnet Vertrag

Mehr als 160 Seiten ist das Vertragswerk dick, mehrere Wochen dauerte seine Entstehung. Jetzt ist der Koalitionsvertrag von Grünen und CDU unterschrieben - und auch das Personal bekannt.

Laut Statistik: Mehr Pflegeazubis im Südwesten tätig

Die Zahl der Pflegeazubis in Baden-Württemberg ist zuletzt gestiegen. Männer bleiben weiter deutlich in der Unterzahl. Das duale Pflegestudium bleibt eine Nische.

Steuerschätzung: Krise der Kommunen verschärft sich

Es geht um Schulen, um Straßen, öffentliche Angebote - den Kommunen fehlen Gewerbesteuer-Einnahmen in Milliardenhöhe. Der Finanzminister warnt vor wirtschaftlichen Verwerfungen.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.