Den Oberbürgermeister zu sich einladen
„Ihr direkter Draht zum OB“ – neue Art der Bürgerbeteiligung

Den Oberbürgermeister zu sich einladen „Ihr direkter Draht zum OB“ – neue Art der Bürgerbeteiligung

Quelle: Isabel Ruf

Ein neues Format bietet Initiativen, Organisationen und Vereinen in Karlsruhe die Möglichkeit, ihre Projekte dem Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup vorzustellen – und zwar persönlich vor Ort. Über ein Portal können die Aktiven für ihr Anliegen werben und den OB einladen.

Bürgerbeteiligung in Karlsruhe ganz neu

Mit einem neuen Format will der Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup, die Bürgerbeteiligung in der Fächerstadt neu gestalten. Seit April 2018 haben die Karlsruher bereits die Möglichkeit, über das Angebot „Sie fragen, der OB antwortet“ Fragen an das Stadtoberhaupt zu richten. Das sei gut angekommen, teilt Mentrup am Freitag, 28. Februar 2020, bei einer Pressekonferenz mit. 76 Fragen – unter anderem aus den Bereichen Wohnraumbeschaffung, Klimawandel, Verkehr und Umweltschutz – wurden so bereits beantwortet.

Jetzt erweitert die Stadt das Angebot „Ihr direkter Draht zum OB“. Von nun an können gemeinnützige Organisationen, Vereine oder Initiativen den Oberbürgermeister zu sich einladen und ihm ihre Projekt vorstellen. Wenn alles klappt, soll der erste Besuch des OB bereits Ende März stattfinden. Auf die Idee kam Mentrup über seine Ludwigshafener Kollegin. Dort läuft das Projekt bereits eine Weile.

Den „direkten Draht“ zu Mentrup können die Karlsruher über das Beteiligungsportal der Stadt Karlsruhe herstellen. Dort gibt es nach wie vor die Möglichkeit für Bürger, dem Stadtoberhaupt ihre Fragen zu stellen. Ein Moderationsteam sichtet die Fragen und Kommentare zunächst, um Datenschutzverstößen und Beleidigungen keinen Raum zu geben. Anschließend haben andere Nutzer 14 Tage lang auf dem Portal die Möglichkeit, die Frage zu kommentieren und zu bewerten. Nach zwei Wochen stellt dann der Oberbürgermeister der Fächerstadt seine Antwort dazu auf die Seite.

 

Den Oberbürgermeister einladen – so geht’s

Jetzt kommt also die Erweiterung für Vereine und Initiativen. Zunächst ist dafür eine Registrierung beim Online-Portal – mit Nutzernamen und Passwort – nötig. Reine Zuschauer auf dem Portal brauchen keine Registrierung, sobald aber kommentiert, gefragt oder Projekte vorgestellt werden sollen, führt daran kein Weg vorbei.

Anschließend können die engagierten Bürger ihr Projekt vorstellen. Dabei geht es um Projekte aus dem sozialen, kulturellen oder sportlichen Bereich sowie aus dem Natur- und Umweltschutz oder andere besondere Themen. Dazu müssen die Aktiven das Projekt beschreiben sowie Kontaktdaten des Ansprechpartners auf dem Portal hinterlegen. Auf einer interaktiven Karte kann angezeigt werden, an welchen Ort der OB eingeladen wird.

Anschließend können die Vereine, Organisationen und Initiativen in ihrem Umfeld – zum Beispiel über die sozialen Medien – um Unterstützung für ihr Projekt bitten. Alle registrierten Nutzer haben von nun an die Möglichkeit, das Projekt auf dem Beteiligungsportal zu kommentieren und durch einen Klick auf „Zustimmen“ zu unterstützen.

In der Regel am letzten Freitag des Monats wird Karlsruhes Oberbürgermeister dann das Projekt mit der größten Zustimmung besuchen.

 

Warum sich das für die Bürger lohnt

Die Aktiven haben durch diese neue Art der Bürgerbeteiligung in Karlsruhe die Möglichkeit, dass ihr Projekt bekannter wird. Der Oberbürgermeister macht sich vor Ort ein Bild von den konkreten Aktivitäten, Vorhaben oder Projekten. Die Vereine und Initiativen können so die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf ihr Engagement im sozialen, kulturellen oder sportlichen Bereich lenken oder auch Projekte aus dem Natur- und Umweltschutz vorstellen. Zu dem Besuch des Oberbürgermeisters wird zudem auch die Presse eingeladen.

Ziel ist es, die Kommunikation mit dem OB und durch die Interaktion auf dem Online-Portal auch mit anderen Bürgern auszubauen sowie Diskussionen zu entfachen. Bürger, die kein eigenes Projekt vorstellen möchten, können auf dem Beteiligungsportal erfahren, welche Projekte in ihrer Stadt bereits laufen und diese unterstützen.

 

Bürgerbeteiligungsportal der Stadt Karlsruhe

| Quelle: Screenshot

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