News aus Baden-Württemberg
Karlsruher EnBW sucht finanzielle Hilfe beim Netzausbau

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Quelle: dpa/Marijan Murat
dpa

Für den Ausbau der Stromnetze im Zuge der Energiewende sucht der Karlsruher Energieversorger EnBW nach einem Finanzpartner.

Es gehe um eine Minderheitsbeteiligung von maximal 49,9 Prozent am Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Ob die Überlegungen zur Öffnung der TransnetBW in die Tat umgesetzt werden, sei noch nicht beschlossen.

«Die Energiewende ist ein Kraftakt. Um den zu schaffen, ist es sinnvoll, die Finanzierungslast auf mehrere Schultern zu verteilen», sagte Werner Götz, Vorsitzender der Geschäftsführung der TransnetBW, laut Mitteilung. Wichtig sei, dass die EnBW die Mehrheit behalte.

EnBW-Finanzvorstand Thomas Kusterer erhofft sich mehr Möglichkeiten für Investitionen. Der Konzern will von 2021 bis 2025 rund zwölf Milliarden Euro ausgeben. Davon soll mehr als die Hälfte in die Strom- und Gasnetze fließen. In einer vernetzten Energiewirtschaft seien Partnerschaften mehr denn je sinnvoll und notwendig, sagte Kusterer.

Dirk Güsewell, EnBW-Vorstand für Systemkritische Infrastruktur und Aufsichtsratsvorsitzender der TransnetBW, erklärte: «Wenn die Energiewende gelingen soll, muss die Netzinfrastruktur und speziell das Übertragungs- und Transportnetz für Strom und Gas weiter massiv ausgebaut werden.» Sollen gemäß der politischen Vorgaben im Norden mehr Windkraftanlagen entstehen und im Süden gleichzeitig mehr konventionelle Kraftwerke abgeschaltet werden, müsse noch mehr Strom durch die Übertragungsnetze in den Süden fließen.

 

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