News aus Baden-Württemberg
Keine dicke Luft mehr: Ab März fallen Umweltzonen in Karlsruhe weg

News aus Baden-Württemberg Keine dicke Luft mehr: Ab März fallen Umweltzonen in Karlsruhe weg

Quelle: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
dpa

Grüne Plakette adé – ab März zumindest in Heidelberg, Karlsruhe, Pfinztal und Schramberg. Andere Orte folgen. Die Luft im Südwesten ist besser geworden. Doch mancherorts gibt es noch Umweltzonen.

Freie Fahrt auch für ältere Wagen: Ab März gibt es in Heidelberg, Karlsruhe, Pfinztal und Schramberg (Kreis Rottweil) keine Umweltzonen mehr. Grüne Plaketten zur Einfahrt in diese Orte sind damit nicht mehr nötig. Immissionsmessungen hätten ergeben, dass sich die Luftqualität verbessert habe, so das Verkehrsministerium. Die Beschränkungen werden deshalb aufgehoben.

Voraussichtlich ab Mai sind auch die Umweltzonen in Wendlingen am Neckar (Kreis Esslingen), Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis), Ilsfeld (Kreis Heilbronn) und Urbach (Rems-Murr-Kreis) passé.

Im Regierungsbezirk Tübingen wurde die Umweltzone in Balingen schon zum November aufgehoben. «Eine weitere Aufhebung ist im Regierungsbezirk Tübingen derzeit nicht in Vorbereitung», heißt es von der Behörde. Umweltzonen gibt es in dem Regierungsbezirk noch in Reutlingen, Tübingen und Ulm.

In Ludwigsburg wurde der Grenzwert für Stickstoffdioxid (40 Mikrogramm) im vergangenen Jahr zwar unterschritten – aber erstmals und nur ganz knapp, so dass es laut Regierungspräsidium Stuttgart derzeit keinen Anlass gibt, die Umweltzone abzuschaffen. Auch die beiden Stuttgarter Umweltzonen bestehen weiter. Die Behörde prüft regelmäßig, welche Umweltzonen nicht mehr nötig sind.

Ein Lkw-Durchfahrtverbot gibt es ebenfalls noch in der Karlsruher Reinhold-Frank-Straße bis Ende Juni. Die Stadt prüft eine weitere Beschränkung auch aus Lärmschutzgründen.

Umweltzonen wurden wegen einst hoher Schadstoffwerte eingerichtet. In sie dürfen nur Fahrzeuge fahren, die bestimmte Abgasstandards einhalten. Dafür gibt es Plaketten – je nach den erforderlichen Werten in den Farben rot, gelb und grün, die an den Windschutzscheiben angebracht werden.

Landesweit wurden 2022 Schadstoff-Grenzwerte zwar erstmals überall eingehalten. Wo der Grenzwert erst seit kurzem unterschritten wird, bleiben die Umweltzonen so lange in Kraft, bis sich der Trend erkennbar verstetigt hat.

 

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