News
Kinderbetreuung: Städtetag hält Änderungen am Kita-Rechtsanspruch für denkbar

News Kinderbetreuung: Städtetag hält Änderungen am Kita-Rechtsanspruch für denkbar

Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
dpa

Es mangelt massiv an Erzieherinnen. Doch Kinder haben einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz. Nun bringt der kommunale Spitzenverband Einschränkungen ins Gespräch – etwa beim Umfang der Betreuung.

Mit Blick auf den massiven Mangel an Erzieherinnen in Kitas und die Schwierigkeiten der Kommunen, allen Kindern Betreuung anzubieten, fordert der Städtetag Baden-Württemberg eine Überprüfung des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz. Man dürfe «einen unbedingten Rechtsanspruch im Kita-Bereich nicht für sakrosankt erklären, sondern muss offen sein und gucken, ob man den möglicherweise konkretisieren muss, zeitlich einschränken müsste», sagte Sozialdezernent Benjamin Lachat. Statt zahlreichen Kindern ohne Betreuung sei es besser, allen Kindern einen Kita-Platz mit einer begrenzten Stundenzahl anzubieten.

Im vergangenen Jahr hat die Bertelsmann-Stiftung eine Studie veröffentlicht, wonach im Südwesten rund 60.000 Kitaplätze fehlen, um den Bedarf der Eltern abzudecken. Um die Nachfrage nach Kita-Plätzen erfüllen zu können, braucht es nach Berechnungen der Stiftung bis ins Jahr 2025 zusätzlich 14.800 Fachkräfte.
Kommunen haben begonnen, Kita-Öffnungszeiten zu kürzen

Mehrere Kommunen haben bereits damit begonnen, die Öffnungszeiten in ihren Kitas flächendeckend zu kürzen. Im badischen Offenburg etwa organisiert dafür am Nachmittag der Malteser Hilfsdienst die Betreuung der Kinder ab drei Jahren.

«Meine große Sorge ist ganz klar, dass wir in eine Situation laufen, wo sich im Zweifel vielleicht eher die Lauteren durchsetzen könnten», sagte Lachat. «Und die Kinder, die auf den Schutz und die Unterstützung und eine gezielte Förderung durch den Staat angewiesen sind, dass die zu kurz kommen können.» Aktuell würden sich die Familien einen Betreuungsplatz einklagen, die sich im deutschen Rechtssystem auskennen würden.

Der Gemeindetag pocht indes auf mehr Hilfskräfte zur Entlastung der Erzieherinnen sowie weiterhin die Möglichkeit, Kitas zeitweise auch mit weniger Personal zu betreiben. So soll Betreuung aufrechterhalten und allen Kindern ein Angebot gemacht werden können, teilte eine Sprecherin mit.

 

Weitere Nachrichten

Konjunktur-Stimmung im Handwerk: Viele warten auf bessere Zeiten

Viele Handwerksbetriebe hoffen auf ein Licht am Ende des Tunnels. Wer besonders optimistisch bleibt – und wo das Stimmungsbarometer überraschend steigt.

Kriminelle Ausländer: Migrationsstaatssekretär fordert Druck auf Heimatstaaten

Das Land will mehr Kriminelle nach Syrien abschieben - bislang ist aber nur einmal ein Straftäter ins Flugzeug gesetzt worden. Das liegt nicht zuletzt auch am Bund, meint der Migrationsstaatssekretär.

Feuerpause im Streit um den Wolf? Richter bitten um Aufschub

Es ist ein Hin und Her im Streit um den Abschuss eines Wolfs im Nordschwarzwald. Bis Mitte Februar dürfte die Entscheidung über den «Hornisgrinde-Wolf» nun ruhen. Warum das?

Neue Designer-Droge im Raum Karlsruhe entdeckt: Was man dazu wissen muss

Cychlorphin gilt als hochpotente synthetische Droge: Schon kleine Mengen können zu schweren Vergiftungen führen. Was Fachleute zu Risiken und Schutzmaßnahmen sagen.

21-Jähriger fährt in Karlsruhe gegen Oberleitungsmast und stirbt

Mitten in der Nacht rücken die Einsatzkräfte in Karlsruhe aus. Ein Autofahrer hat einen Unfall - kurz darauf gibt es schlimme Neuigkeiten.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.