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Kirchen im Südwesten verlieren Zehntausende Mitglieder

News Kirchen im Südwesten verlieren Zehntausende Mitglieder

Quelle: Bernd Weißbrod
dpa

Die Zahl der Kirchenaustritte bleibt fast auf dem Niveau des Jahres zuvor – und damals waren es bereits Zehntausende. Was die Statistiken für die katholischen und evangelischen Kirchen zeigen.

Die christlichen Kirchen im Südwesten verlieren weiter massiv Mitglieder – und ein Ende des Trends ist nicht in Sicht. Das geht aus den Kirchenstatistiken der katholischen und der evangelischen Kirchen für das Jahr 2025 hervor.

Rottenburg-Stuttgart bleibt drittgrößte Diözese

Das katholische Erzbistum Freiburg verzeichnete 2025 gut 24.900 Austritte (2024: etwa 25.800). Die Zahl der Kirchenmitglieder ging – Taufen und Eintritte, Bestattungen und Wiederaufnahmen mitgezählt – um 2,9 Prozent zurück, das ist das Niveau des Vorjahres. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart lag mit gut 24.100 Austritten (2024: etwa 24.200) nur knapp dahinter; der Rückgang bei den Mitgliederzahlen fiel mit 2,5 Prozent etwas geringer aus als im Vorjahr (2,6 Prozent).

Ende 2025 lebten insgesamt gut 3,04 Millionen Katholiken in Baden-Württemberg. Davon entfielen rund 1,51 Millionen auf das Erzbistum Freiburg und 1,53 Millionen auf die Diözese Rottenburg-Stuttgart, die nach Münster und Köln die drittgrößte Diözese in Deutschland bleibt. Rottenburgs Bischof Klaus Krämer mahnte, die Kirche müsse trotz schrumpfender Mitgliederzahlen in der Fläche präsent bleiben, um nah bei den Menschen zu sein.

Auch Protestanten kehren der Kirche den Rücken

Auch den evangelischen Landeskirchen kehrten Tausende Mitglieder den Rücken zu. In Württemberg traten 2025 mehr als 31.700 Menschen aus – in absoluten Zahlen zwar etwas mehr als 2024 (30.714), die Austrittsquote stieg anteilig jedoch von 1,7 auf 1,8 Prozent. Zum Jahresende gehörten etwas mehr als 1,67 Millionen Menschen der Evangelischen Landeskirche Württemberg an (2024: 1,72 Millionen).

Die evangelische Landeskirche in Baden verzeichnete 2025 rund 17.800 Austritte – weniger als im Vorjahr (19.200). Die Austrittsquote sank von 1,91 auf 1,82 Prozent, die Gesamtmitgliederzahl liegt nun bei 945.054.

 

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