News KIT bekommt 5,8 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung
Im Wettbewerb des Landes Baden-Württemberg um Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) hat das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erfolgreich abgeschnitten und erhält laut Pressemeldung insgesamt 5,8 Millionen Euro.
Das KIT bekommt 5,8 Millionen Euro
Wie das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg mitteilte, stellt das Land für neue Forschungsplattformen an Landesuniversitäten EFRE-Mittel von insgesamt 12,6 Millionen Euro bereit. Mit rund 5,8 Millionen Euro entfällt ein erheblicher Anteil der Förderung auf das KIT.
Die geförderten Projekte im Überblick
Am Innovationscampus Mobilität der Zukunft bauen das KIT und die Universität Stuttgart mit ModuLaF (steht für: Modulare KI-gestützte Lasertechnologieplattform für die autonome, flexible und resiliente Fertigung) eine skalierbare Lasertechnologieplattform auf. Die modularen Anlagen an beiden Standorten sind hard- und softwareseitig zu einem Gesamtsystem vernetzt. Integrierte Sensoren und KI-Algorithmen steuern darin selbstoptimierend und in Echtzeit additive, fügende und trennende Verfahren.
Am Innovationscampus Nachhaltigkeit entsteht mit 4SURE (steht für: Smart Sensor System for Sustainable Urban Regions) ein dichtes städtisches Messnetz für die Klimaresilienz- und Transformationsforschung. In Karlsruhe, Freiburg und weiteren Kommunen Baden-Württembergs erfassen hochauflösende Sensoren dabei in Echtzeit Extremereignisse wie Hitze, Trockenheit oder Starkregen sowie deren Auswirkungen auf Menschen, Bäume und Infrastruktur.
Ein weiteres gefördertes Vorhaben ist am Center for Electrochemical Energy Storage Ulm & Karlsruhe (CELEST) angesiedelt. Im Projekt CERL (steht für: CELEST Circular Economy Recycling Lab) entsteht eine Forschungsinfrastruktur für geschlossene Materialkreisläufe in der Batterietechnologie. Ziel ist es, innovative Recyclingverfahren für Lithium- und Post-Lithium-Systeme so zu entwickeln, dass Materialien am Ende ihres Lebenszyklus effizient zurückgewonnen und in Batterien wiederverwendet werden können.
Perspektivisch sollen mit den gewonnenen Erkenntnissen auch „Design for Circularity“-Ansätze erforscht werden – also Batteriekonzepte, die von Beginn an auf Wiederverwertbarkeit ausgelegt sind.
Innerhalb des Innovationscampus QuantumBW ist das KIT darüber hinaus Partner im Projekt QuantumBW.Net. Ziel der Kooperation von Universität Stuttgart, Universität Ulm und KIT ist es, quantensichere Kommunikation sowie quantenspezifische Funktionalitäten in realen Netzwerken zu ermöglichen – ein wichtiger Schritt in Richtung Quanteninternet.