Aktueller Stand der Bauarbeiten in Karlsruhe
Kombilösung Karlsruhe: Bald säumen 10 Kräne die Kriegsstraße

Aktueller Stand der Bauarbeiten in Karlsruhe Kombilösung Karlsruhe: Bald säumen 10 Kräne die Kriegsstraße

Quelle: Kasig

Das benötigte Baumaterial an Ort und Stelle zu bringen ist bei bei der Kombilösung Karlsruhe zum Teil gar nicht so leicht: Im Tunnel unter der Kaiserstraße wird Lore genutzt, die von einem Bagger gezogen wird. In der Kriegsstraße helfen bald 10 Kräne.

Neue Kräne wachsen in die Höhe

Ein Kran kann Material nicht nur in die Höhe befördern, sondern auch in die Tiefe. Das beweisen aktuell sechs dieser Baugeräte derzeit eindrucksvoll entlang der Kriegsstraße. Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) in einer Pressemeldung berichtet, wird diese Zahl aber noch steigen: Bis Ende Mai sollen es insgesamt zehn Hochbaukräne sein, die entlang der 1,6 Kilometer der Baustelle errichtet werden.

Der nächste Kran bezieht am Sonntag, 8. März, seine Stellung zwischen der Kreuzstraße und der Karl-Friedrich-Straße. Für die Zeit des Aufbaus muss der Verkehr in Richtung Westen eine Umleitung fahren, auch Fußgänger müssen einen anderen Weg nehmen. Für Autos geht es ab dem Mendelssohnplatz in die Fritz-Erler-Straße und dann zum Zirkel. Wer in die Innenstadt-West möchte, der kann dann über die Kreuzung am Ettlinger Tor fahren. Nur eine Woche später kommt der nächste Kran zur Baustelle: Am Sonntag, 15. März, wird er zwischen Karlstor und Ritterstraße aufgebaut. Auch in der Zeit dieses Aufbaus wird der Verkehr in Richtung Süden örtlich umgeleitet.

 

Erdaushub, Weichgelsohle und Tunnelbau im Fokus

Doch nun ein Blick auf den Stand der einzelnen Baufelder mit dem Blick von Westen nach Osten: Das jüngste Baufeld W1 ist dabei am Karlstor noch nicht sonderlich weit. Hier sind die Bauarbeiten allerdings auch erst jüngst gestartet, es war das letzte Baufeld was in Angriff genommen wurde – zumindest in Teilen. Denn während hier an einem Ende noch vorbereitende Arbeiten laufen, ist auf der anderen Seite schon der Bau des Tunnels selbst im Gange.

 

Arbeiten in der Kriegsstraße

Bündel von Bewehrungsstahl gelangen per Kran ins Baufeld W 4, in dem sie dann eingebaut werden. | Quelle: Kasig

 

Im Baufeld W2 steht der Tunnel sogar schon, erst in den Feldern W3 und W4 sind wieder Arbeiter mit dem Bau des Tunnels beschäftigt. An diese Tunnelbaustelle schließt sich der erneut ein fertiger Abschnitt an und zwar direkt unter der Kreuzung Ettlinger Tor. Danach beginnt die östliche Baufeld-Reihe mit dem Baufeld O5. Hier wird ähnlich wie in einem Teil des Baufelds O4 noch die Weichgelsohle hergestellt. Diese soll verhindern, dass Grundwasser in die Baugrube eindringt.

Im anderen Teil von Baufeld O4 ist hingegen schon der Ingenieurbau, also der Tunnelbau selbst angesagt. Ein gleiches Bild zeichnet sich auch im angrenzenden Feld O3, hier wird ebenfalls am Tunnel selbst gebaut. Die Erde, die noch ausgehoben werden soll, ist ebenfalls bald verschwunden.

 

Arbeiten in der Kriegsstraße

Ein Schal-Element wird westlich vom Ettlinger Tor von einem Kran an seinen Platz gehoben. | Quelle: Kasig

 

 

Oberflächenbau im Osten der Kombilösung Karlsruhe

Auf den Baufeldern O2 und O1 ruht der Ingenieurbau, allerdings auch nur, weil der Tunnel hier bereits steht! Hier sind die Arbeiter stattdessen mit dem Innenausbau beschäftigt. Dazu gehört der Bau der Service-Gehwege und der Entwässerungseinrichtungen.

Voran geht es zwischen der Kapellenstraße und der Henriette-Obermüller-Straße vor allem an der Oberfläche: Hier entsteht nicht nur die Fahrbahn, sondern auch die Rad- und Gehwege. Zwischen den Tunnelrampen wird nun die provisorische Fahrbahn entfernt und dafür der Bau der Gleistrasse begonnen.

Behinderungen wird es an dieser Stelle am Montag, 9. März, und Dienstag, 10. März, geben. Dann wird der stadtauswärts fahrende Verkehr nämlich auf die endgültige Fahrbahn verlegt. Gleichzeitig erfolgt aber auch ein Eingriff zwischen Kapellenstraße und Mendelssohnplatz, da auch hier noch Arbeiten an der endgültigen Oberfläche anstehen. Auf der Nordseite wird nun damit begonnen, weshalb auch hier die Autos eine provisorische Führung einnehmen werden.

 

Innenausbau im Bahntunnel schreitet weiter voran

Blickt man auf den Tunnelbau unter der Kaiserstraße, so sieht man gleich wo der Fokus liegt: Hier wird am Innenausbau, also sprich der Optik und der Einrichtung des Tunnels gearbeitet. Insgesamt werden somit rund 900 Kilometer Kabel verlegt und die Haltestellen gestaltet. In den Haltstellen Durlacher Tor und Kronenplatz werden die letzten Arbeiten an der Decken- und Wandverkleidungen vorgenommen. In den Zwischenebenen wird überall Terrazzo eingebaut: Entweder in Form von vorgefertigten Bauteilen oder als Estrich.

 

Arbeiten unter der Kaiserstraße

Beim Innenausbau des Bahntunnels gelangen schwere Lasten per Bahn in die Haltestelle Ettlinger Tor. | Quelle: Kasig

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