News aus Baden-Württemberg
Kommunen: Finanzieller Aufschlag bei Flüchtlingskosten

News aus Baden-Württemberg Kommunen: Finanzieller Aufschlag bei Flüchtlingskosten

Quelle: Jens Wolf
dpa

Land und Kommunen verhandeln an diesem Montagabend erneut über die Verteilung der Kosten für die etwa 130.000 ukrainischen Flüchtlinge im Südwesten.

Die Gemeinsame Finanzkommission mit Vertretern der grün-schwarzen Landesregierung und von Städte-, Gemeinde- und Landkreistag trifft sich an diesem Montagabend (19.00) im Finanzministerium in Stuttgart. Der Hauptgeschäftsführer des Landkreistags, Alexis von Komorowski, sagte der Deutschen Presse-Agentur vor der Sitzung, man erwarte vom Land «die Erstattung der fluchtbedingten Nettomehraufwendungen, die ihnen in Bezug auf die Ukraine-Geflüchteten und bei den Wohnkosten der übrigen anerkannten Schutzsuchenden entstehen».

Hintergrund ist, dass die ukrainischen Geflüchteten seit dem 1. Juni Hartz-IV-Leistungen erhalten und nicht mehr als Asylbewerber eingestuft werden. Durch diesen Systemwechsel entsteht bei den Kommunen ein weiterer Finanzbedarf. Es geht hier dem Vernehmen nach um einen hohen dreistelligen Millionenbetrag. Das Land ist unter Druck, weil der Bund deutlich weniger Geld zur Verfügung stellt als von den Ländern gefordert. Baden-Württemberg erhält aus Berlin im kommenden Jahr zusätzlich 197 Millionen Euro, die Kosten werden aber auf ein Vielfaches geschätzt.

In den Gesprächen wird es voraussichtlich auch um die Bewältigung der Energie- und Inflationskrise gehen. Land und Kommunen müssen gemeinsam das dritte Entlastungspaket der Ampel-Bundesregierung mitfinanzieren. Das Land muss 3,1 Milliarden Euro und Städte und Gemeinden 1,7 Milliarden Euro aufwenden. Bei den Kommunen heißt es zudem, die hohe Inflation verursache hohe Zusatzkosten bei der Unterhaltung und beim Neubau von Gebäuden.

 

Weitere Nachrichten

Laut Verband: Mehr Ausbildungsverträge im Handwerk abgeschlossen

Maurer, Bäcker, Fleischerin: Das Handwerk lockt wieder mehr Nachwuchs. Welche Ausbildungsplätze haben 2025 besonders stark zugelegt?

140.000 Fahrzeuge pro Tag: Engelbergtunnel Richtung Karlsruhe nun einspurig befahrbar

Für die staugeplagten Orte rund um den wochenlang gesperrten Engelbergtunnel gibt es eine erste Entlastung: Der Verkehr auf der A81 läuft vorerst wieder auf einer Spur.

Nach dem Unglück in der Schweiz: Wie sicher sind eigentlich Seilbahnen?

Einen Tag nach dem Seilbahn-Unglück in der Schweiz ist die genaue Ursache unbekannt. Klar ist aber: Die Vorschriften sind sehr streng und solche Unglücke kommen nur selten vor.

Regierungsbildung in BW: Sondierungsgespräche zwischen Grünen und CDU deuten sich an

Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg ist nur eine Koalition zwischen Grünen und CDU realistisch. Bislang schweigen sich beide Parteien weiter aus. Nun scheint es Bewegung zu geben.

Bärlauch sammeln: Was erlaubt ist und wann Bußgelder drohen

Im Frühling lockt Bärlauch viele Sammler in die Natur. Wer aber zu gierig pflückt oder an den falschen Stellen zugreift, riskiert nicht nur Ärger mit der Natur, sondern auch ein saftiges Bußgeld.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.