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Konjunkturflaute: Firmenpleiten in Baden-Württemberg nehmen zu

News Konjunkturflaute: Firmenpleiten in Baden-Württemberg nehmen zu

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Mehr Firmen in Baden-Württemberg müssen Insolvenz anmelden. Warum vor allem der Mittelstand unter Druck gerät und welche Faktoren die Entwicklung beeinflussen.

Die konjunkturelle Dauerkrise sorgt für mehr Firmenpleiten in Baden-Württemberg. Die Insolvenzquote wird im Land 2025 auf voraussichtlich 64 Fälle je 10.000 Bestandsunternehmen steigen, wie aus Hochrechnungen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervorgeht. Im Vorjahr betrug die Quote 58.

Im laufenden Jahr erwartet die Auskunftei 2.740 Firmeninsolvenzen im Südwesten. Das sei ein Plus von 10,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Deutschland zählt so viele Firmenpleiten wie seit 2014 nicht. 23.900 Unternehmen werden den Hochrechnungen zufolge bis zum Ende des laufenden Jahres Insolvenz angemeldet haben. Das wären über acht Prozent mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2014 gaben amtlichen Angaben zufolge mehr als 24.000 Unternehmen hierzulande auf.

«Viele Betriebe sind hoch verschuldet, kommen schwer an neue Kredite und kämpfen mit strukturellen Belastungen wie Energiepreisen oder Regulierung», erklärt der Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch. «Das setzt vor allem den Mittelstand unter massiven Druck und bricht auch vielen Betrieben das Genick.»

Bundesweit rechnen diverse Auskunfteien für 2025 mit mehr Firmenpleiten als im vergangenen Jahr. Der Anstieg war erwartet worden, nachdem die staatliche Unterstützung aus der Corona-Pandemie ausgelaufen war.

 

Trendwende 2026?

Ein kleiner Lichtblick: Die Unternehmensinsolvenzen gehen im laufenden Jahr nicht mehr so rasant nach oben wie in den Jahren 2023 und 2024. Nachdem die staatlichen Hilfen der Corona-Pandemie ausgelaufen waren, die vielen Betrieben das Überleben sicherten, waren die Zahlen in den beiden Jahren sprunghaft um jeweils fast ein Viertel angestiegen.

 

 

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