Laut Umfrage: Rektoren sehen Sanierungsbedarf an Schulen im Land

Laut Umfrage: Rektoren sehen Sanierungsbedarf an Schulen im Land

Quelle: Marijan Murat/dpa
dpa

Kaputte Klos, undichte Fenster oder feuchte Stellen an der Decke: An den Schulen im Land gibt es nach Einschätzung von Schulleitern großen Sanierungsbedarf. Nun hofft man auf das Sondervermögen.

Marode Toiletten, undichte Fenster, kaputte Türen – eine Mehrheit der Rektorinnen und Rektoren im Südwesten sieht an ihren Schulen großen Modernisierungsbedarf. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Lehrerverbands VBE gaben gut zwei Drittel der Befragten im Land (69 Prozent) an, dass an der eigenen Schule Sanierungsmaßnahmen notwendig seien. An der bundesweiten Umfrage nahmen gut 250 Schulleiterinnen und Schulleiter aus Baden-Württemberg teil.

Viele halten zudem räumliche Veränderungen an ihren Schulen für nötig, um modernen Unterricht ermöglichen zu können. Auch bei der Barrierefreiheit sehen die Schulleiterinnen und Schulleiter Nachholbedarf. 58 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Schule überhaupt nicht barrierefrei sei. Die große Mehrheit gibt zudem an, dass für die notwendigen Sanierungsmaßnahmen keine Investitionsgelder zur Verfügung stünden.

 

VBE will Sondervermögen für Sanierungen eingesetzt sehen

Wegen klammer Kassen und Sparplänen seien viele Schulgebäude in dramatischem Zustand, sagte VBE-Landeschef Gerhard Brand bei einer Veranstaltung in Stuttgart. Mit dem Sondervermögen zur Infrastruktur müsse nun massiv in den Schulbau investiert werden, forderte der Gewerkschaftschef. Das sei auch eine Frage von Fairness, denn die Generation, die das Sondervermögen zurückzahlen müsse, sitze derzeit in den Schulen.

Die grün-schwarze Koalition hat sich darauf geeinigt, einen Großteil des Sondervermögens an die Kommunen im Land weiterzugeben. Diese sind als Schulträger auch für den Bau und die Sanierung von Schulgebäuden zuständig. Für Schulbau und Sanierung von Privatschulen will das Land zudem 300 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Für die Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa von Mitte September bis Mitte Oktober bundesweit rund 1.300 Schulleiterinnen und Schulleiter. Die bundesweite Erhebung ist laut Forsa repräsentativ und hat eine Fehlertoleranz von drei Prozentpunkten.

 

Weitere Nachrichten

01. Mai: Regeln für den Feiertag - was ist erlaubt und was verboten?

Feiern, Sport, Gartenarbeit: Am 1. Mai in BW ist Rücksicht Pflicht. Wer zu laut wird, riskiert Ärger – und das nicht nur mit den Nachbarn. Wo die Grenzen verlaufen, zeigt unser Überblick.

Aprilende bringt Sonne - so wird das Wetter am 01. Mai

Sonniges Wetter und steigende Temperaturen locken zur Wochenmitte nach draußen. Doch es ist auch Vorsicht angesagt: Die Waldbrandgefahr steigt. Das dürfte vor allem am 1. Mai ein Thema werden.

EnBW warnt "zum Schutz von Leben" vor Betreten von leerem Stausee in Forbach

Der leere Stausee an der Schwarzenbach-Talsperre zieht die Menschen an - am Sonntag mussten zwei Verletzte gerettet werden. Welche Sicherheitsmaßnahmen laut dem zuständigen Energieversorger bestehen.

Wolfswelpen im Sommer? Sechster Wolf in Baden-Württemberg sesshaft

Ein weiterer Wolf ist im Südwesten sesshaft - damit streifen fünf Rüden und eine Wölfin durch die Wälder. Auf ein Rudel wird weiter gewartet.

"Eine Gnade": Ministerpräsident Kretschmann verabschiedet sich nach 15 Jahren

Manche Jugendliche können sich an gar keinen anderen Ministerpräsidenten erinnern - nun hat Winfried Kretschmann nach 15 Jahren im Amt seinen Abschied genommen. Was sagen die Weggefährten dazu?

Immer mehr Beschäftigte in Baden-Württemberg mit Zweitjob

Jeder achte Beschäftigte in Baden-Württemberg hat inzwischen einen Minijob zusätzlich. Besonders auffällig: Ältere und Hochqualifizierte greifen immer öfter zu Nebenjobs.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.