News
Krisensicher auch bei Blackout: Funknetz im Land wird ausgebaut

News Krisensicher auch bei Blackout: Funknetz im Land wird ausgebaut

Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
dpa

Wie das 450-MHz-Netz kritische Infrastrukturen schützt. Und warum gerade abgelegene Regionen von der neuen Technologie profitieren könnten.

Auch im Fall eines größeren Stromausfalls oder einer Naturkatastrophe sollen die Notfallkommunikation gewährleistet und Energienetze steuerbar sein. Dafür wird bundesweit ein spezielles Funknetz ausgebaut. In Baden-Württemberg hat der Dienstleistungsbereich des Netzbetreibers Netze BW den Hut auf – und nun den 100. Funkstandort fertiggestellt.

«Mit dem 450-MHz-Netz schaffen wir eine Infrastruktur, die nicht nur die Energiewende unterstützt, sondern auch in Krisensituationen zuverlässig funktioniert», sagte der Technische Geschäftsführer Martin Konermann in Stuttgart. «Dieses Netz ist ein entscheidender Schritt, um die Energieversorgung auch im Störungsfall wiederherzustellen und sie angesichts zunehmender Komplexität zukunftsfähig aufzustellen.»

Wichtig für kritische Infrastruktur

Damit die Energiewende auch technologisch störungsfrei umgesetzt werden kann, braucht es ein ausfallsicheres Kommunikationsnetz für die Digitalisierung sogenannter kritischer Infrastrukturen wie Wasserwerke. Energieversorger dürfen die 450-Megahertz-Frequenzen (MHz) nutzen. Die 450connect GmbH baut die Plattform auf und wird in Baden-Württemberg unterstützt durch die Netze BW.

Durch modernste LTE-Technologie, digitale Steuerung und Überwachung sowie Versorgung mit Notstrom ist das Netz demnach krisensicherer als bisherige Technologien. Das sei wichtig für die Digitalisierung und die Steuerung von Stromnetzen, erneuerbaren Energien und Speichern. Dank der physischen Eigenschaften könnten 450MHz-Frequenzen Gebäude optimal durchdringen.

Nebeneffekte in der Mobilfunkversorgung denkbar

Im gesamten Bundesland werden nach früheren Angaben rund 170 Funkmasten benötigt. Sie stünden im Schnitt rund 15 Kilometer voneinander entfernt. Im Einzelfall könne die Distanz auch doppelt so groß sein.

Aktuell seien schon rund 70 Prozent Baden-Württembergs mit der Funk-Technologie abgedeckt, hieß es nun. Bis zum Ende des Jahres sollen es rund 95 Prozent sein.

Ein Großteil der errichteten Standorte liege in bislang unterversorgten oder schwer zugänglichen Regionen. «Gerade dort ergibt sich ein besonders hohes Potenzial für eine ergänzende Nutzung, etwa zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung.»

 

Weitere Nachrichten

Azubis kämpfen laut Umfrage mit Druck und Geldsorgen

Leistungsdruck, Geldsorgen und private Belastungen: Eine DGB-Umfrage zeigt, womit viele Auszubildende in Baden-Württemberg kämpfen.

Karlsruhe mit dabei! Diese drei Städte fahren bei E-Bussen voraus

In vielen Städten dominieren Dieselbusse, doch manche Kommunen gehen einen anderen Weg. Die Spitzenreiter bei einer Auswertung kommen allesamt aus Baden-Württemberg - und haben klare Ziele für 2030.

Ausbildungsfinanzierung: Mehr als 60.000 Bafög-Empfänger – Zahl auf Tiefstand

2025 erhielten so wenige Menschen Bafög wie seit 25 Jahren nicht mehr. Gleichzeitig soll die monatliche Förderung für Studierende und Schüler ansteigen.

Cold Case: 41 Jahre ungelöst - 70-Jähriger wegen Mordes nun vor Gericht

1985 wird die nackte Leiche einer Frau gefunden. Jetzt muss ein 70-Jähriger wegen Mordes vor Gericht. Was er zu den Vorwürfen sagt.

Wurde er angefahren? Identifikation von totem Wolf am Schluchsee abgeschlossen

Nach dem Fund eines verletzten Wolfsrüden am Schluchsee steht fest: Es handelt sich um das dort ansässige Tier. Was mit ihm passiert ist - und was das für die Wolfspopulation im Südwesten bedeutet.

Pilotprojekt: Fast tausend Übergriffe – Bahn setzt auf Bodycams mit Ton

Beschimpft, bespuckt, geschlagen: Beschäftigte im Zug erleben immer wieder Übergriffe. Können Tonaufzeichnungen helfen, Konflikte zu entschärfen und Straftaten besser aufzuklären?






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.