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„Ein Geschenk des Himmels“: Regen rettet Hopfenernte

News „Ein Geschenk des Himmels“: Regen rettet Hopfenernte

Quelle: Felix Kästle/dpa
dpa

Weniger Ertrag, aber dank Juli-Regen noch Hoffnung auf Qualität: Bald geht Hopfen aus Tettnang auf Weltreise ins Bierglas.

Kurz vor der Hitzewelle kam er wie bestellt: der Regen. Das Nass war für die Hopfengärtner rund um Tettnang ein Geschenk des Himmels. Und ist es für Biertrinker wohl auch, denn weltweit schätzen sie das grüne Gold im Glas. Tettnang hat sich durch den Hopfenanbau weit über die regionalen Grenzen hinaus einen Namen gemacht.

Regen war ein Segen für Dolden

«Der Juli, der bringt’s oder nimmt’s», sagt Teresa Locher vom Hopfenpflanzerverband Tettnang (Bodenseekreis). Und diesmal brachte es der Juli: viel Wasser, perfekte Bedingungen für Blüten und Dolden. Trotzdem gehe man von einer leicht unterdurchschnittlichen Ernte aus, so Locher. Rund 2.500 Tonnen erwarten die Betriebe. Über die Bierpreise gab es noch keine Auskunft.

Die Ernte im vergangenen Jahr war laut Locher sehr gut. Über den diesjährigen Gehalt an Alphasäure in den Pflanzen – ein wichtiger Qualitätsmaßstab – könne man noch nichts sagen.

Rund um Tettnang werden rund 30 verschiedene Hopfensorten von 121 Betrieben angebaut. Die bewirtschaftete Fläche beträgt 1.528 Hektar. Beinahe 75 Prozent der Ernte geht in den Export.

 

Deutschland ist Hopfenland

Das weltweit größte Hopfen-Anbaugebiet liegt im bayerischen Hallertau zwischen München, Ingolstadt und Landshut. Bei der Produktion von Hopfen – einer der drei traditionellen Zutaten für Bier – ist Deutschland amtierender Weltmeister.

Im vergangenen Jahr wurden hierzulande 46.536 Tonnen geerntet, wie der weltgrößte Hopfenhändler BarthHaas in Nürnberg meldete. Die USA als weltweite Nummer zwei kamen auf 39.995 Tonnen. Die beiden Länder seien für rund zwei Drittel der weltweiten Ernte von 113.528 Tonnen verantwortlich.

«Historischer Tiefststand» bei Zahl der Hopfenbauern

Weltweit schrumpfen die Hopfenanbauflächen. Die Zahl der Hopfenbauern in Deutschland sinkt seit längerem, dieses Jahr ist sie unter 1.000 gefallen. Ein «historischer Tiefststand», wie der Verband Deutscher Hopfenpflanzer jüngst vermerkte. 2010 habe es 1.435 Betriebe gegeben.

 

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