Neues vom Karlsruher SC
KSC-Präsident Ingo Wellenreuther legt sein Amt nieder!

Neues vom Karlsruher SC KSC-Präsident Ingo Wellenreuther legt sein Amt nieder!

Quelle: Hasan Bratic/dpa

Wie der Karlsruher SC in einer Pressemitteilung erklärt, wird KSC-Präsident Ingo Wellenreuhter mit sofortiger Wirkung sein Amt niederlegen. Hintergrund ist wohl die Forderung des „Bündnis KSC“, welches den Rücktritt Wellenreuthers öffentlich forderte.

„Möchte mein Amt mit sofortiger Wirkung niederlegen“

Der Karlsruher SC informiert in einer Pressemitteilung über die Erklärung von Ingo Wellenreuther, welcher sein Amt als Präsident niederlegt: „Liebe Mitglieder, hiermit möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich mein Amt als Präsident des KSC mit sofortiger Wirkung niederlege“, so der 60-Jährige.

„Wer mich und meine fast fünfzigjährige Verbundenheit zum KSC kennt, bei dem ich fast 40 Jahre Mitglied bin, weiß, dass mir dieser Schritt nicht leicht gefallen ist“, so Wellenreuther weiter.

Damit machte der 60-Jährige den Weg für den Aktienkauf des „Bündnis KSC“ wohl frei. Die Gruppierung hatte zuvor das Angebot, Aktien im Wert von sechs Millionen Euro der ausgegliederten Fußballabteilung zu kaufen, an den Rücktritt von Wellenreuther noch vor der geplanten Mitgliederversammlung an diesem Freitag geknüpft.

 

Wellenreuther bedankt sich & nimmt Abschied

„Nachdem es trotz des durch die Corona-Krise unterbrochenen Aktienverkaufs nunmehr gelungen ist, die Insolvenz unseres Vereins zu verhindern, habe ich mich nach reiflicher Überlegung und auch mit Rücksicht auf meine Familie aber dazu entschlossen, mein Amt niederzulegen. Bei allen denjenigen, die mich im vergangenen Jahrzehnt und insbesondere in den letzten Wochen unterstützt haben, darf ich um herzliches Verständnis dafür bitten“, erklärt der ehemalige KSC-Präsident weiter.

Mit der Errichtung und Fertigstellung eines komplett neuen Stadions, für das er fast 15 Jahre leidenschaftlich gekämpft habe, werde der Grundstein für den sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg des KSC gelegt sein. Am Tag der Eröffnung werden der KSC und die Menschen in Karlsruhe sowie der Region hoffentlich glücklich über das Erreichte sein, so Ingo Wellenreuther in seinem Schreiben.

 

Ingo Wellenreuther (KSC Präsident) hält seine Rede vor den Gästen zum Spatenstich.

Ingo Wellenreuther (KSC Präsident) hält seine Rede vor den Gästen zum Spatenstich des Wildparkstadions. | Quelle: TMC-Fotografie.de | Tim Carmele

 

„Allen Mitgliedern möchte ich Danke sagen“

„Allen Mitgliedern möchte ich Danke sagen für das mir gegenüber in vier Wahlen zum Präsidenten entgegengebrachte Vertrauen, zuletzt im Oktober 2019. Die Rechte der Vereinsmitglieder zu wahren, war mir immer oberstes Gebot. Zu jeder Zeit habe ich es als meine wichtigste Pflicht angesehen, mit allem, was in meiner Macht stand, das Beste für den Verein zu erreichen und Schaden für den KSC abzuwehren, oft unter Inkaufnahme persönlicher Belastungen“, so Wellenreuther weiter.

Des Weiteren reflektiert der 60-Jährige seine Amtszeiten: „Insgesamt waren es zehn bewegende Jahre, in denen ich sicherlich auch einige falsche Entscheidungen getroffen habe. Zusammen mit den Kollegen im Präsidium und in den anderen Vereinsgremien habe ich aber immer nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Kollegen in den Vereinsgremien bedanke ich mich für die jahrelange kollegiale und freundschaftliche Zusammenarbeit. Viele persönliche Begegnungen werde ich nie vergessen.“

 

„Immer von tiefstem Herzen verbunden bleiben „

Dem KSC als Verein werde Wellenreuhter immer von tiefstem Herzen verbunden bleiben und er wünsche der Mannschaft, den Trainern und dem Sportdirektor vor allem nachhaltigen sportlichen Erfolg und in diesem Jahr den ersehnten Klassenerhalt.

„Es war mir eine besondere Ehre, dem KSC 23 Jahre lang ehrenamtlich als Vorsitzender von Vereinsorganen dienen zu dürfen, 13 Jahre als Vorsitzender des Wahlausschusses und 10 Jahre als Präsident des KSC. Ich wünsche dem KSC für die Zukunft persönlich nur das Beste“ so Wellenreuther abschließend.

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