Spieltag 24 | Zweite Liga
KSC vor Kellerduell gegen Nürnberg: „Müssen 110 Prozent geben!“

Spieltag 24 | Zweite Liga KSC vor Kellerduell gegen Nürnberg: „Müssen 110 Prozent geben!“

Quelle: Uli Deck
KSC

Am Freitag, den 28. Februar 2020 um 18:30 Uhr, empfängt der Karlsruher SC den 1. FC Nürnberg im Kellerduell der zweiten Bundesliga. Ein Sieg und die Karlsruher würden die Abstiegsränge verlassen. Doch: Kann der KSC am aktuellen Aufwärtstrend anknüpfen?

Karlsruher SC vor Flutlichtspiel gegen Nürnberg

Nach dem wichtigen Sieg gegen den SV Sandhausen ist die Stimmung in Karlsruhe gelöst. Tore erzielt, die Niederlagenserie gestoppt und den ersten Sieg der Rückrunde errungen – keine schlechte Bilanz der letzten zwei Spiele. Mit dem 1. FC Nürnberg gastiert nun ein weiterer Konkurrent im Abstiegskampf im Wildpark. Nur zwei Punkte trennen die beiden Vereine innerhalb der Tabelle, ein Sieg wäre also von immenser Bedeutung. Die Gäste aus Nürnberg wird ein ausverkauftes Wildparkstadion erwarten, ein Vorteil, welcher Eichner auf die Leistung seiner Mannschaft zurückführt: „Die Jungs haben sich das verdient, dass der Wildpark am Freitag nahezu ausverkauft sein wird.“

 

Karlsruher SC muss auf Marc Lorenz verzichten

Das Spiel gegen Nürnberg verpassen wird Marc Lorenz. Er steht auf Grund einer gebrochenen Rippe dem Trainer nicht zur Verfügung. Zwar fand Eichner lobende Worte für seinen Flügelspieler, dieser sei die letzten Wochen ein Vorbild für die Mannschaft gewesen, er betonte aber auch, dass die Mannschaft durchaus in der Lage sei Ausfälle zu kompensieren.

In Sachen Aufstellung sei es für den kommenden Freitag verlockend diese nicht zu verändern, getreu dem Motto „never change a winning team“. Trotz dieser Platitüde sei auch wieder eine Aufstellung mit zwei Stürmern, besonders im heimischen Wildpark, denkbar. Gerade deshalb, weil es Eichner ermöglichen würde seinen „Büffel Baba“ (Babacar Guèye) wieder ins Spiel zu bringen. Extra Lob erhielt der anwesende Dirk Carlson: „Was Dirk für mich, gerade in Sandhausen gezeigt hat, war sehr, sehr ordentlich. Das ist der Anspruch, den ich an ihn habe.“ Gut möglich, dass Carlson, trotz des Endes der Rotsperre von Damian Roßbach, seinen Startplatz behält. Ebenfalls Hoffnung machen darf sich Änis Ben-Hatira: „Er hat das Vertrauen zurückgezahlt.“

 

Der Sieg hat der Mannschaft gutgetan

Christian Eichner betonte noch einmal die Bedeutung des ersten Sieges der Rückrunde: „Die Jungs haben das erste Mal diesen Erfolgsfaktor geschmeckt. Haben mal wieder fühlen dürfen wie sich so ein Sieg anfühlt.“ Eine Feststellung, welche Dirk Carlson bestätigte, denn die Stimmung innerhalb der Mannschaft sei am Montag sehr gut gewesen. Eichner weiß aber auch, dass der Sieg für seine persönliche Arbeit von großer Bedeutung war. Es sei wichtig, dass die Mannschaft merke, dass die Vorgaben des Coaches zu positiven Ergebnissen führen. Denn, so Eichner, „unter dem Strich reden wir von einem klaren Ergebnissport.“

 

Torjubel von Dirk Carlson (KSC 23)

 

KSC vs. Nürnberg: Besinnen auf die eigenen Stärken

Grund genug sich nicht auf den drei Punkten gegen Sandhausen auszuruhen. „Der Sieg tut natürlich gut, aber es ist halt so im Profibusiness, er muss sofort vergessen werden und man muss sich auf den nächsten Gegner konzentrieren“, stellte Dirk Carlson fest. Weiter führte der Verteidiger aus, dass man sich vor allen Dingen auf die eigene Leistung fokussieren müsse, um am Freitag die drei Punkte im Wildpark zu behalten: „Wir müssen uns weniger auf den Gegner konzentrieren. Es kommt immer auf uns an, wir müssen immer alles abrufen, 110 Prozent geben. Am Ende des Spiels muss man sich ansehen können und sagen: Ja, ich habe alles gegeben. Dann kommt das Resultat von alleine!“

Der Cheftrainer bekräftigte seinen Außenverteidiger und fand lobende Worte für die ganze Mannschaft: „Die Jungs sind auf einem sehr guten Weg und sollten genau da weiter machen, wo sie am Sonntag, insbesondere die erste halbe Stunde, gespielt haben. Dann sind wir froher Hoffnung, dass wir unser Punktekonto weiter aufstocken können.“ Dafür müsse jeder Spieler seine persönlichen Interessen hinten anstellen und alles für das gemeinsame Ziel Klassenerhalt in die Waagschale werfen: „Wir tun gut daran, dass wir alles den nächsten Wochen unterordnen, dass wir nächstes Jahr wieder tolle Spiele in der zweiten Liga bestreiten können.“

 

Christian Eichner warnt vor Nürnberg-Spiel

Christian Eichner weiß aber auch um die Qualität des Clubs aus Nürnberg. Der FCN stelle eine sehr erfahrene Mannschaft gespickt mit Bundesligaspielern. Nürnberg gehöre deshalb, so Eichner, vom Potential eher in das erste Drittel als in das letzte Drittel der Tabelle. Dennoch sei der Unterschied zwischen dem KSC und Nürnberg nicht allzu groß. Eichner betonte, dass die tabellarische Position zu diesem Zeitpunkt der Saison nicht mehr täusche: „Die Tabelle ist das ehrlichste Werkzeug im Profifußball“ Um gegen die „Clubberer“ zu siegen, müsse aber die ganze Mannschaft an ihre Leistungsgrenze gehen: „Wir werden an unser Topniveau herankommen müssen, um Nürnberg zu schlagen. Das traue ich meiner Mannschaft zu, sie ist auf einem guten Weg.“

 

1. FC Nürnberg – der KSC-Gegner im Überblick

Die Mannschaft aus Nürnberg verweilt derzeit auf dem 15. Platz der Tabelle und hat dabei nur zwei Punkte mehr auf dem Konto als der Karlsruher SC. Unter Ex-Schalke-Coach Jens Keller läuft der FCN seinen selbstgesteckten Erwartungen hinterher. Unterstrichen wird dieser Befund von zuletzt zwei sieglosen Spielen. Besonders bitter verlief die Begegnung am vergangenen Spieltag gegen den SV Darmstadt 98. Nach einer 1:0 Führung verlor man dennoch mit 1:2. Noch dazu sahen die Stammspieler Asgar Sörensen und Fabian Nürnberger die rote und gelb-rote Karte. Beide Spieler verpassen also die Partie im Wildparkstadion.

Darüber hinaus ist der Verein von Verletzungsproblemen geplagt – sechs Spieler können nicht am Spielbetrieb teilnehmen. Die Sperren und Verletzungen sorgen dafür, dass gegen den KSC nur ein nomineller Innenverteidiger im Kader steht. Gründe für eine optimistische Prognose, auch für Christian Eichner: „Meine Mannschaft hat am Freitagabend die Möglichkeit den Club hinter uns in der Tabelle zu lassen und das ist unser Ziel für Freitag. Es wird Zeit für den ersten Heimsieg!“

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