News aus Baden-Württemberg
Landeswissenschaftsministerin ruft Hochschulen zum Bruch mit Russland auf

News aus Baden-Württemberg Landeswissenschaftsministerin ruft Hochschulen zum Bruch mit Russland auf

Quelle: dpa/Christoph Schmidt
dpa

Als Reaktion auf den Angriff auf die Ukraine sollen auch die baden-württembergischen Hochschulen ihre Verbindungen zu Russland abbrechen.

Landeswissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) rief sie auf, bestehende Beziehungen zum Staat und zu russischen Einrichtungen kritisch zu prüfen und auszusetzen, soweit das zu vertreten sei. «Menschenrechte, Freiheit und Frieden sind Grundlagen von Wissenschaft und Forschung», schrieb Bauer nach Angaben des Ministeriums vom Dienstag an die Hochschulen. «Werden diese derart grundsätzlich infrage gestellt, wie derzeit von dem russischen Präsidenten, kann dies auch im Wissenschaftsaustausch nicht folgenlos bleiben.»

Bauer will Forschungsgelder streichen und auch keine gemeinsamen wissenschaftlichen und forschungspolitischen Veranstaltungen mehr ausrichten. Auch neue Kooperationsprojekte werde es bis auf weiteres nicht geben.

Kontakte und Zusammenarbeit mit der Ukraine sollten dagegen so weit wie möglich fortgesetzt werden, appellierte Bauer in ihrem Schreiben. Dazu gehörten auch der Austausch von Studierenden und die Förderung bilateraler Forschungsprojekte. «Geflüchtete Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden wir gemeinsam mit Ihnen unterstützen und sind für die ersten bereits übermittelten kurzfristigen Initiativen vor Ort sehr dankbar», heißt es in Bauers Schreiben.

Studiengebühren müssten die rund 460 Studierenden aus der Ukraine sowie Flüchtende, die in Baden-Württemberg mit dem Studium beginnen, nicht zahlen. Laut Ministerium halten sich derzeit zudem rund 180 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Ukraine in Baden-Württemberg auf.

 

Weitere Nachrichten

IG Metall fordert Zukunftspakt für Industrie in Baden-Württemberg

Die Südwestindustrie trägt kräftig zur Wirtschaftsleistung bei. Aber wie lange noch? Die IG Metall ruft nun zur Zukunftsallianz an den Tisch - und fordert von Unternehmen und Politik mehr Ehrgeiz.

Für Verkehrswende: Generalsanierung der Bahn reiche nicht aus

Die Bahn saniert in den kommenden Jahren 40 Hauptstrecken. Das soll den Schienenverkehr wieder zuverlässiger machen. Kritiker sagen: Die Sanierung allein genügt nicht für die Verkehrswende.

Städte fürchten um Bauprojekte wegen neuer Rechtslage

Wo einst Gleise lagen, sollen bald Wohnungen entstehen - doch eine Gesetzesänderung dürfte solche Bauvorhaben wie am Stuttgarter Hauptbahnhof fast unmöglich machen. Der Städtetag schlägt Alarm.

Laut Statistik: Fast jeder fünfte Mensch in Baden-Württemberg kommt nicht aus Deutschland

18,5 Prozent der Menschen im Südwesten haben keine deutsche Staatsangehörigkeit. Doch das ist nur der Landesschnitt. In den Regionen sehen die Quoten ganz unterschiedlich aus - mit klaren Tendenzen.

Zehn Jahre anonyme Geburt - Hilfe für Schwangere in Notlagen

Früher wurden Babys ausgesetzt oder gar getötet, wenn Frauen Schwangerschaften verheimlichen wollten. Heute gibt es andere Optionen, inkognito Kinder zur Welt zu bringen. Eine ist nun zehn Jahre alt.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.