Infektionslage lässt anderes Handeln nicht zu
Landkreis Karlsruhe erlässt Allgemeinverfügung für nächtliche Ausgangssperre

Infektionslage lässt anderes Handeln nicht zu Landkreis Karlsruhe erlässt Allgemeinverfügung für nächtliche Ausgangssperre

Quelle: Britta Pedersen

Im Landkreis Karlsruhe wird die Corona-bedingte nächtliche Ausgangssperre, aufgrund des hohen Sieben-Tages-Inzidenzwerts, weiterhin erhalten. Allerdings werde die Ausgangssperre verkürzt und gilt statt von 20:00 Uhr nun von 21:00 Uhr bis 05:00 Uhr.

Ausgangsbeschränkung per Allgemeinverfügung geregelt

Nachdem die landesweite Ausgangssperre vom Verwaltungsgerichtshof aufgehoben wurde, wurden die Gesundheitsämter per Landeserlass angewiesen, eine Ausgangsbeschränkung per Allgemeinverfügung zu regeln, wenn in einem Stadt- oder Landkreis bestimmte Voraussetzungen vorliegen.

Diese sind gegeben, wenn der Sieben-Tages-Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner mindestens in den letzten sieben Tagen in Folge überschritten wurde, wenn ein diffuses Infektionsgeschehen vorliegt und die eine wirksame Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus erheblich gefährdet ist, das geht aus einer Mitteilung des Landratsamtes Karlsruhe hervor.

 

Landkreis Karlsruhe: 7-Tages-Inzidenz aktuell liegt bei 67

„Dies alles trifft im Landkreis Karlsruhe momentan leider noch zu“, erklärt Landrat Dr. Christoph Schnaudigel: Die 7-Tages-Inzidenz liegt mit 67 deutlich über der Landesinzidenz von 55,9 und ist in den letzten Tagen sogar wieder gestiegen. Die Infektionslage ist auch diffus, weil es mit Ausnahme eines aktuellen COVID-19-Ausbruches in einem Pflegeheim im Landkreis keine Infektionscluster oder bestimmbare Infektionsquellen gibt, sondern die Quelle bei jeder vierten Infektion unbekannt ist.

Auch ist die Zahl der mutierten hochinfektiösen Viren bereits auf 100 Fälle angestiegen. „Deshalb haben wir derzeit gar keine andere Möglichkeit, als eine Allgemeinverfügung für eine Ausgangsbeschränkung zu erlassen, wie sie das Land fordert.“

In Kraft treten wird diese bereits mit Beginn des 12. Februar und bis 07. März gelten. Ähnlich der bisherigen landesweiten Regelung ist der Aufenthalt außerhalb der Wohnung in den Nachtstunden nur bei bestimmten triftigen Gründen gestattet. Die Sperr-Zeit wird aber verkürzt und gilt nun von 21:00 Uhr (statt bisher 20:00 Uhr) bis 05:00 Uhr des Folgetags, wird mitgeteilt.

 

„Wir wollen die Inzidenz unter 50, möglichst unter 35“

„Der Verwaltungsgerichtshof hat die Wirksamkeit von Ausgangsbeschränkungen nicht grundsätzlich infrage gestellt, sondern lediglich klargemacht, dass die bisherige landesweite Regelung angesichts der regional unterschiedlichen Infektionslage nicht angemessen ist“, so der Landrat. Er weist auch darauf hin, dass der weitaus größte Teil der Einschränkungen für die Einwohner unabhängig von der Ausgangssperre weiterhin gelten.

Dies gilt insbesondere für die eigentlichen Kontaktbeschränkungen und das Ansammlungsverbot, die unverändert landesweit gelten. „Wir wollen die Inzidenz unter 50, möglichst unter 35 haben, das ist völlig klar“, unterstreicht Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Um das zu erreichen sei aber notwendig, die Kontaktbeschränkungen für die Allgemeinheit weiter aufrecht zu erhalten – insbesondere auch im Hinblick auf den in absehbarer Zeit wieder beginnenden Betrieb in Schulen und Kindergärten und schrittweise Lockerung der Vorschriften für bestimmte Branchen.

Sollte dieses Ziel erreicht sein und die 50er-Inzidenz drei Tage in Folge unterschritten werden, ist die Allgemeinverfügung wieder aufzuheben, wird informiert.

 

Weitere Nachrichten

Selbstpflücker aufgepasst: Obstbaumversteigerungen in Daxlanden & Knielingen

Das Karlsruher Liegenschaftsamt bietet Bürgerinnen und Bürgern auch in diesem Jahr den Ertrag der städtischen Bäume kostengünstig an. Wer bei den Obstbaumversteigerungen erfolgreich ist, darf "seinen" Baum selbst abernten, informiert die Stadtverwaltung.

Ökumenischer Rat der Kirchen: Informationen zur Vollversammlung in Karlsruhe

Vom 31. August bis 08. September 2022 trifft sich der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) zu einer Vollversammlung in Karlsruhe. Erwartet werden rund 4.000 Teilnehmende. Vor, während und nach der Veranstaltung kommt es zu Einschränkungen und Umleitungen.

Neuer Verkehrsvertrag: "Karlsruher Modell" bis 2037 gesichert

Der Abschluss eines neuen Verkehrsvertrags zwischen der Region und dem Land Baden-Württemberg ermöglicht der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) den Weiterbetrieb ihrer Stadtbahnlinien bis zum Jahr 2037. Damit wird das sogenannte "Karlsruher Modell" gesichert.

Psychischer Ausnahmezustand: Mann verursacht Polizeieinsatz im Landratsamt

Ein 41-jähriger Mann löste am Montagmorgen, 08. August 2022, einen Polizeieinsatz im Landratsamt in der Beiertheimer Allee aus. Er befand sich in einem psychischen Ausnahmezustand und wollte sich selbst mit einem Messer verletzen, teilt die Polizei mit.

flaechenbrand-stutensee-2022-tr

Viele Brände am Sonntag: Karlsruher Feuerwehren waren im Dauereinsatz

Am Sonntag, 07. August 2022, waren die Feuerwehren im Landkreis Karlsruhe bei mehreren Einsätzen gefordert. Auch für den Rettungsdienst im Stadt- und Landkreis Karlsruhe gibt es derzeit sehr viel zu tun, wird in einer Pressemitteilung informiert.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.