Nachrichten
Laut Bericht: Zahl antisemitische Straftaten sinkt

Nachrichten Laut Bericht: Zahl antisemitische Straftaten sinkt

Quelle: Bernd Weissbrod/dpa/Archivbild
dpa

Weniger angezeigte antisemitische Straftaten, aber kein Grund für Entwarnung. Der Antisemitismusbeauftragte sieht eine Art «Gewöhnungseffekt».

In Baden-Württemberg ist die Zahl der registrierten Straftaten mit antisemitischem Hintergrund im ersten Halbjahr deutlich gesunken. Das berichtet der SWR unter Berufung auf das Innenministerium. Demzufolge wurden von Januar bis Juni rund 100 Fälle bei der Polizei angezeigt – im Vorjahreszeitraum seien es 260 gewesen.

Am häufigsten handelte es sich um Sachbeschädigungen (29 Fälle), gefolgt von Volksverhetzung (27). Die meisten Taten seien laut Ministerium politisch rechts motiviert gewesen (45), weitere 27 seien aus einer ausländischen Ideologie heraus begangen worden, heißt es weiter.

Als möglichen Grund für den Rückgang nannte der Antisemitismusbeauftragte der Landesregierung, Michael Blume, im SWR eine gewisse «Müdigkeit», solche antisemitischen Straftaten auch überhaupt zur Anzeige zu bringen. Das bedeute aber nicht zwingend, dass tatsächlich weniger dieser Straftaten begangen würden. Zudem sei mittlerweile besser bekannt, welche Parolen verboten seien – und welche nicht. Stattdessen würden andere Formulierungen gewählt, sagte Blume dem Sender.

 

Weitere Nachrichten

KIT unter Top3 beim Zukunftspreis: Energiespeicher, Chip und Intensiv-Therapie

Drei Projekte aus Bayern und Baden-Württemberg gehen ins Rennen um den Deutschen Zukunftspreis 2026. Was ihre Technologien für Medizin, Energiewende und Digitalisierung leisten können.

Erneute A8-Teilsperrung steht an - Was Fahrer wissen müssen

Auf der Autobahn bei Pforzheim sind Verkehrsteilnehmer Probleme und Kummer gewohnt. Worum es diesmal geht und auf welche Schilder man achten sollte.

Akten bei Staatsanwaltschaften im Land häufen sich weiter

Bei den baden-württembergischen Staatsanwaltschaften türmen sich die unbearbeiteten Fälle. Woran das liegt und was Richter und Staatsanwälte dagegen tun wollen.

Mehr Geld für Beschäftigte im Einzel- und Versandhandel

Nach Warnstreiks und Aktionen: Verdi und Handelsverband einigen sich auf mehr Lohn. Was das im Detail bedeutet.

Mutmaßlicher Brandstifter nach rund 40 Bränden in U-Haft

Stroh, Felder, Holzstapel: Seit Juni brennt es im Enzkreis immer wieder. Jetzt könnte das ein Ende haben.

Bahnhofsvorplatz am Karlsruher Hauptbahnhof wird teilweise barrierefrei umgebaut

Derzeit entsprechen die Bahnsteige am Bahnhofsvorplatz aufgrund ihrer geringen Höhe nicht den Anforderungen an einen barrierefreien Zugang zum ÖPNV. Durch den Umbau sollen die Haltestellen bis zum Komplettumbau provisorisch umgerüstet werden.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.