Nachrichten
Laut Krankenkasse: Paketzusteller deutlich öfter krank als andere

Nachrichten Laut Krankenkasse: Paketzusteller deutlich öfter krank als andere

Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
dpa

Vor Weihnachten werden im Land Hunderttausende Pakete mit Geschenken verschickt. Doch des einen Freud ist des anderen Leid: Zusteller melden sich deutlich häufiger krank als andere Beschäftigte.

Hoher Druck gehört für Paketzusteller und Lageristen zum Alltag – besonders im Weihnachtsgeschäft mit sehr hohen Paketmengen. Dieser könne sich aber auf die Gesundheit auswirken, teilte die Krankenkasse Barmer mit. Berufstätige in der Zustellbranche und Lagerwirtschaft meldeten sich demnach in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr durchschnittlich 30 Tage krank. Berufsübergreifend lag die Fehlzeit mit rund 20 Tagen deutlich darunter.

Der Krankenstand in der Branche betrug den Angaben zufolge 8,2 Prozent und lag damit gut 2,8 Prozentpunkte über dem Durchschnitt aller Beschäftigten im Land. «In der stark geforderten Berufsgruppe fallen täglich rund 82 von 1.000 Beschäftigten krankheitsbedingt aus», sagte Barmer-Landesgeschäftsführer Winfried Plötze. Phasen mit besonders hohem Arbeitsaufkommen, wie aktuell vor Weihnachten, machten den strukturell hohen Druck in der Branche deutlich. Die Barmer wertete für die Analyse Daten ihrer Versicherten aus.

Rückenschmerzen und Verletzungen setzen Zustellern zu

Häufige Ursache für die Ausfälle sind demnach Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen. Sie führten im Schnitt zu 8,2 Fehltagen pro Jahr und lagen damit fast 28 Prozent über dem berufsübergreifenden Durchschnitt von 3,6 Tagen. Auch Verletzungen verursachten überdurchschnittliche Fehlzeiten. In der Zustellbranche und der Lagerwirtschaft wurden 2024 im Durchschnitt 3,4 Fehltage verzeichnet, landesweit waren es ungefähr zwei Tage. «Mit einem verletzten Fuß kann jemand im Büro möglicherweise im Homeoffice arbeiten, in der Zustellbranche ist man damit arbeitsunfähig», sagte Plötze.

Kundinnen und Kunden rät der Barmer-Chef im Land: «Um Beschäftigte der Zustellbranche und Lagerwirtschaft zu entlasten, sollte man beim Online-Einkauf darauf achten, möglichst viele Artikel in einer Bestellung zu bündeln».

 

Weitere Nachrichten

Nach Kritik: Telekom hat Tübinger Telefonzellen abgebaut

2023 stellte die Telekom ihre bundesweit letzten 12.000 öffentlichen Telefone ab. Doch mancherorts blieb der Elektroschrott stehen. Das empörte Tübingens Rathauschef. Nun hat sich etwas getan.

Saisonbeginn: Wo es Mitte April die ersten Erdbeeren gibt

Nach dem Spargel warten Verbraucher, die auf regionale Kost setzen, sehnsüchtig auf den Beginn der Erdbeersaison. Experten sagen: Den Pflanzen geht es trotz der Kälte zuletzt gut.

22-jährige Autofahrerin stirbt bei Unfall in Ubstadt-Weiher

Schwerer Unfall am Abend: Eine junge Autofahrerin missachtet wohl die Vorfahrt eines anderen Wagens – ein Zusammenstoß endet tödlich.

Unbekannte schlachten drei Ziegen auf Weide im Enzkreis

Grausamer Fund am Ostermontag auf einer Weide bei Mühlacker. Drei Tiere sind weg - und nur noch Schlachtabfälle von ihnen übrig.

Mogeln statt Büffeln: So oft wird in Fahrschulen betrogen

Der Weg zum Führerschein ist mühsam. Zahllose Theoriefragen - und am Ende stehen viele Neulinge mit leeren Händen da. Für den Erfolg wird manch einer zum Betrüger. Kriminelle machen damit Kasse.

Vergleich: Im Süden Deutschlands wird am meisten für Lebensmittel ausgegeben

Viele Lebensmittel sind teurer geworden. Die Ausgaben der Haushalte in Deutschland sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Regional gibt es Unterschiede.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.