News
Tierquälerei: Europa-Park streicht Hundeshow nach Misshandlungs-Vorwürfen

News Tierquälerei: Europa-Park streicht Hundeshow nach Misshandlungs-Vorwürfen

Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa/Archivbild
dpa

Nach Vorwürfen von Tiermisshandlung hat der Europa-Park eine Hundeshow gestrichen. Was der Park, die Tierrechtsorganisation Peta und das Landratsamt dazu sagen.

Der Europa-Park hat nach Vorwürfen eine Zirkusnummer mit einem Hunde-Dompteur aus dem Programm gestrichen. Zuvor hatten Medien berichtet. Danach soll auf Videos zu sehen sein, wie ein Dompteur einen Hund mit einem Seil schlägt. Auch die Tierrechtsorganisation Peta hatte den Fall öffentlich gemacht. Woher der Hundehalter stammt, wollte der Europa-Park mit Verweis auf den Datenschutz nicht preisgeben.

Hunde-Dompteur darf nicht mehr auftreten

Der Europa-Park teilte mit, die Vorstellung mit dem Hunde-Dompteur sei nach Bekanntwerden der Vorwürfe aus dem Programm genommen worden. «Der Umgang mit den Tieren macht uns sehr betroffen», hieß es. Der Umgang stehe im klaren Widerspruch zu den Werten des Europa-Parks. «Wir haben direkt nach dem Bekanntwerden, bereits vor dem Hinweis durch die Peta, entschieden, die betreffende Darbietung umgehend aus dem Programm zu nehmen», sagte ein Sprecher den «Badischen Neuesten Nachrichten».

Nach Angaben von Kai Hockenjos vom Landratsamt des Ortenaukreises, hatte der Europa-Park selbst das Veterinäramt eingeschaltet. «Unser Amt für Veterinärwesen nimmt Hinweise auf mögliche Verstöße gegen das Tierschutzrecht grundsätzlich sehr ernst und geht diesen mit der gebotenen Sorgfalt und Konsequenz nach», sagte Hockenjos der Zeitung.

Kontrolle auf Ersuchen des Europa-Parks

In diesem Fall sei auf Ersuchen des Europa-Parks Rust am 16. Dezember eine tierschutzrechtliche Kontrolle der dort im Rahmen des Winterzirkus eingesetzten Hunde sowie der zugehörigen Hunde-Tierhaltung durchgeführt worden. Bei dieser Vor-Ort-Kontrolle seien keine Verstöße gegen das geltende Tierschutzrecht festgestellt worden, sagte der Sprecher dem Blatt.

Am Tag darauf gingen beim Veterinäramt demnach zusätzliche Hinweise in Form mehrerer kurzer Videos ein, die einen möglichen tierschutzwidrigen Umgang mit einem Hund dokumentieren. Die Sichtung dieses Materials ergab, dass auf einem der Videos ein klar tierschutzwidriges Verhalten gegenüber einem Hund zu erkennen sei, sagt Hockenjos. Daraufhin habe das Amt Anzeige bei der Polizei in Offenburg erstattet.

Zirkusunternehmen unterliegen den Vorgaben des Tierschutzgesetzes und benötigten eine behördliche Erlaubnis. Zuständig dafür sei grundsätzlich das Veterinäramt am Wohnsitz des Antragstellers. «Das hierfür zuständige Veterinäramt wurde durch uns bereits umgehend informiert, um das weitere Vorgehen behördenübergreifend abzustimmen», sagte Hockenjos

 

Weitere Nachrichten

Öffentlicher Dienst: Kommende Woche Warnstreiks in Unikliniken

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder kommt es auch im Gesundheitsbereich zu Einschränkungen. Verdi kündigt für Anfang der Woche Aktionen an.

Landtagswahl 2026: Fünf Lehren aus der neuen Umfrage zur Landtagswahl

Monatelang gab es in Baden-Württemberg keine Umfragen mehr zur Landtagswahl - obwohl der Wahlkampf schon Fahrt aufnahm. Ein neues Stimmungsbild zeigt nun die Lage vor der Wahl. Was folgt daraus?

Pflegeheim Altersheim Seniorenheim Rollator

Eigenbeteiligung: Heimbewohner müssen immer mehr für Pflege bezahlen

Wer in ein Pflegeheim zieht, muss einen großen Teil der Kosten für Pflege und Unterkunft selbst berappen. Im Südwesten geht das jeden Monat schnell in die Tausende.

Laut Statistik: So viele Menschen profitieren vom höheren Mindestlohn

Zum Jahresbeginn wurde der Mindestlohn erhöht. Aber wie viele Menschen profitieren im Südwesten davon? Laut einer Schätzung des Statistischen Landesamts Hunderttausende.

Pilotprojekt für harten Kurs gegen ausländische Straftäter

Extra-Listen und mehr Druck auf ausländische Straftäter: Wer mehrfach auffällt, soll die Folgen spüren. Ein Pilotprojekt startet mit klarer Botschaft – und setzt auf Abschiebung statt Toleranz.

Nach Kollision mit Felsblock: Kulturbahn bei Calw bis 01. Februar gesperrt

Zugreisende müssen auf der Kulturbahn noch den ganzen Monat Einschränkungen einplanen. Nach dem Felssturz muss ein Hang bei Calw gesichert werden.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.