News
Laut Statistik: Ämter genehmigten weniger neue Wohnungen zu Jahresbeginn

News Laut Statistik: Ämter genehmigten weniger neue Wohnungen zu Jahresbeginn

Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild
dpa

Die Wohnungsnot ist auch im Südwesten groß. Neue Zahlen zeigen: Die Trendwende im Wohnungsbau bleibt nicht nur aus – es geht weiter abwärts.

Der Wohnungsbau in Baden-Württemberg kommt auch zu Jahresbeginn nicht aus dem Tief. Die Zahl der genehmigten Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden lag im ersten Quartal bei 6.100 – und damit sechs Prozent unter dem Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Landesamt in Fellbach bei Stuttgart mitteilte. Noch deutlicher war der Rückgang im Neubau: Auf neuen Wohngebäude entfielen von Januar bis März 4.674 Genehmigungen, und damit neun Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Einfamilienhäuser verzeichneten den Angaben nach hingegen ein deutliches Plus: Mit 1.203 Genehmigungen legte dieser Bereich um 22 Prozent zu. In Zwei- und Mehrfamilienhäusern sowie in Wohnheimen sank die Zahl der genehmigten Neubauwohnungen aber – ebenso wie in Nichtwohngebäuden wie Büro- und Verwaltungsbauten. Im Bestand wurden hingegen 1.426 Baumaßnahmen bewilligt, was einem Plus von neun Prozent entspricht.

Bereits 2024 war die Zahl der genehmigten Wohnungen im Land um fast ein Viertel auf 26.969 gesunken. Der Neubaugenehmigungen lagen damals auf einem historischen Tief. Die Zahl hat sich in den vergangenen Jahren damit in etwa halbiert: 2021 wurden den Statistikern zufolge noch 54.557 Wohnungen zum Bau freigegeben. 2022 lag die Zahl bei 50.083, 2023 waren es 35.481.

Bauwirtschaft pessimistisch

Die Baubranche im Land rechnet angesichts der jüngsten Zahlen nicht mit einer schnellen Erholung. «Eine wirkliche Trendwende ist nicht in Sicht, denn es gilt: Die Wohnungen, die heute nicht genehmigt werden, werden morgen nicht gebaut», teilte der Hauptgeschäftsführer der Südwest-Bauwirtschaft, Thomas Möller, mit. Da die Genehmigungen den Baufertigstellungen um mindestens ein bis zwei Jahre vorausgingen, sei frühestens im Laufe des nächsten Jahres mit Zuwächsen bei den Fertigstellungen zu rechnen. Vor allem die Situation bei bezahlbarem Wohnraum sei alarmierend.

In der Bauwirtschaft herrscht bereits seit einiger Zeit Alarmstimmung. Vor allem die Preisanstiege für Material und Energie sowie höhere Kreditzinsen machen Bauen für viele Auftraggeber unrentabel. Im Bauhauptgewerbe gab es nach Angaben es Statistischen Landesamtes 2024 fast 8.500 Unternehmen.

 

Weitere Nachrichten

Autoindustrie: Das denken die Auto-Bosse über den Standort Deutschland

Volkswagen, Mercedes und BMW sehen weiterhin Potenzial für den Standort Deutschland. Was die Chefs der großen deutschen Autobauer fordern, um Arbeitsplätze und Produktion zu sichern.

Nach großem Brand und Staus: Je drei Spuren im Engelbergtunnel auf A81 wieder frei

Aufatmen bei Autofahrerinnen und -fahrern: Nach dem Brand im Engelbergtunnel sind auf der A81 nun wieder je drei Fahrspuren in beide Richtungen frei. Doch etwas gilt es weiterhin zu beachten.

EM im Casino in Baden-Baden: Croupier mit Fingerspitzengefühl und Köpfchen

Temin Joguncic zählt zu den besten Croupiers Europas. Bei der Dealer-EM in Baden-Baden will er es erstmals aufs Podium schaffen. Worauf es dabei aufkommt und warum der Job seine Berufung ist.

Abstimmung im Landtag: Abgeordnete im Südwesten erhöhen sich ihre Diäten

Im Bundestag üben die Parlamentarier Verzicht, in Baden-Württemberg bekommen die Abgeordneten bald mehr Geld auf das Konto. Nur eine Partei ist für eine Nullrunde im Südwesten.

Frust bei Hanfmann: Karlsruher Tennisprofi scheidet in Stuttgart aus

Yannick Hanfmann kämpft, wehrt Matchbälle ab – doch am Ende reicht es in seinem Achtelfinale beim Rasen-Tennisturnier in Stuttgart nicht. Ein besonderer Sieg muss weiter warten.

Statistik: Sophia und Noah erneut beliebteste Vornamen in Baden-Württemberg

Seit mehreren Jahren halten sich zwei Vornamen hartnäckig an der Spitze der beliebtesten Namen im Südwesten. Auch andere Namen büßen nicht an Popularität ein.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.