News aus Baden-Württemberg
Finale Etappe: Früheres Marine-U-Boot bald im Museum in Sinsheim

News aus Baden-Württemberg Finale Etappe: Früheres Marine-U-Boot bald im Museum in Sinsheim

Quelle: Andreas Arnold/dpa
dpa

Letztmals fährt U17 auf seiner Schlussfahrt auf dem Rhein. Weiter geht es auf dem Neckar, dann über Land. Die finale Etappe ist voller Herausforderungen – zum Beispiel sind einige Brücken zu niedrig.

Das rund 350 Tonnen schwere U-Boot U17 hat auf seinem Weg in ein Museum in Sinsheim (Baden-Württemberg) in Mannheim festgemacht. Der von der Marine aussortierte Stahlkoloss hatte auf einem mächtigen Schwimmponton am Morgen in Speyer (Rheinland-Pfalz) abgelegt und war im Schubverband rheinabwärts gefahren.

Livebilder der Technik Museen Sinsheim Speyer zeigten, wie das respekteinflößende Ausstellungsstück in Sichtweite an den markanten Türmen des Doms in Speyer vorbeifuhr.

Technische Herausforderung

In Mannheim begrüßte ein Feuerwehrschiff den maritimen Oldtimer mit einer Wasserfontäne. Auf dem Gelände der Spedition wurde das U-Boot am Mittag um 76 Grad zur Seite geneigt – als Premiere erstmals auf dem Schwimmponton. Die Organisatoren sprachen von einem «wichtigen Meilenstein des Transports». Bisher fanden die erfolgreichen Probedrehungen nur an Land statt.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Werkstatt-Team, der Spedition und der Reederei sowie der Einsatz modernster Technik seien entscheidend für den Erfolg des Vorhabens, meinte U17-Projektleiter Michael Einkörn. In «gekipptem Zustand» fährt U17 am Samstag auf dem Neckar nach Heidelberg weiter. Dort wird das Boot aufgerichtet.

 

Schlussetappe über Land

Das Manöver gilt als komplex und technische Herausforderung. Das Kippen ist nötig, um etwa niedrige Brücken passieren zu können.

Zum Beispiel muss U17 am Montag in Heidelberg vor der Alten Brücke um 73 Grad zur Seite gelegt werden, um unter dem historischen Wahrzeichen hindurchzukommen – begleitet wohl von vielen Schaulustigen. Nach einer Schlussetappe über Land soll der Transport am 28. Juli Sinsheim erreichen.

Das etwa 50 Meter lange U-Boot war seit 1973 im Einsatz und wurde von der Marine 2010 ausgemustert. Vor mehr als einem Jahr hievte ein Portalkran U17 in Kiel auf einen Schwimmponton, der den stählernen Riesen der Klasse 206A zunächst nach Speyer brachte. Dort wurde unter anderem Gewicht entfernt.

Das gesamte Projekt kostet den Technik Museen zufolge rund zwei Millionen Euro und wird überwiegend mit Spenden finanziert.

Weitere Nachrichten

Zehntausende offene Ermittlungen in Baden-Württemberg

Eine Fahrerflucht, ein Nacktfoto im Schülerchat, ein Ladendiebstahl oder eine Prügelei: In den Akten der Staatsanwaltschaften stapeln sich die Fälle, doch Zehntausende sind noch nicht entschieden.

Zahl der Verfahren gestiegen: Warum Arbeitsgerichte besonders viel zu tun haben

Mehr Streitfälle vor den Arbeitsgerichten: Die Zahl der Verfahren ist 2025 deutlich gestiegen. Kündigungen und Strukturwandel sorgen für zusätzliche Belastung.

Preise in der Gastro: Bier und Radler werden teurer

Im Südwesten müssen Bierliebhaber in manchen Städten für die Halbe in der Kneipe tiefer in die Tasche greifen. Besonders in einer Stadt gab es einer Datenanalyse zufolge einen starken Preissprung.

Demos gegen Krieg: Tausende fordern Frieden bei Ostermärschen im Südwesten

Für manche gehören Friedens-Demos zu Ostern wie für andere die Schokoeier. Seit Jahrzehnten wird in Deutschland rund ums Fest protestiert. Ein Höhepunkt im Südwesten war am Karsamstag.

Wetter bremst Saisonstart: So viel kostet Spargel zu Ostern

Das kalte Wetter in den vergangenen Tagen verlangsamt den Beginn der Spargelsaison. Wo es am Wochenende trotzdem schon sicher Spargel geben wird - und was er kostet.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.