News aus Baden-Württemberg
Lkw-Werk: Wörth sieht sich für Herausforderungen gewappnet

News aus Baden-Württemberg Lkw-Werk: Wörth sieht sich für Herausforderungen gewappnet

Quelle: Uli Deck/dpa/Archivbild
dpa

Am 1. Oktober 1963 lief in Wörth der erste Rohbau vom Band. Seitdem wurden hier über 4,4 Millionen Lastwagen gebaut. Künftig soll auch ein batterieelektrischer Lkw für Fernverkehr aus der Pfalz kommen.

Zum 60-jährigen Jubiläum des Mercedes-Benz-Werks in Wörth sieht Standortchef Andreas Bachhofer die riesige Montageanlage gut für die Herausforderungen der Transformation gewappnet. «Wir sind gerade dabei, den gesamten Lieferverkehr ins Werk und im Werk zu elektrifizieren», sagte Bachhofer der Deutschen Presse-Agentur über das Lkw-Werk, das zum Unternehmen Daimler Truck gehört.

Um Strom für den Werksgebrauch zu gewinnen, habe man im vergangenen Jahr umfassende Photovoltaikanlagen im Werk errichtet, die seit Sommer Elektrizität liefern. «Und in den vergangenen zwei Jahren haben wir bereits zwei batterieelektrische Lkw-Modelle in unsere Produktion integriert», sagte er. «Weitere werden folgen.»

Vor 60 Jahren, am 1. Oktober 1963, lief in Wörth in der Südpfalz der erste Fahrerhaus-Rohbau vom Band. Ab 1965 fertigte die Belegschaft dann komplette Lastwagen. Mit rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das Werk an der Landesgrenze zu Baden-Württemberg zweitgrößter Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz.

Dem Unternehmen zufolge können täglich bis zu 470 nach Kundenwunsch gefertigte Lastwagen Wörth verlassen. Das Werk ist mit einer Fläche von knapp drei Millionen Quadratmetern das weltweit größte im Produktionsverbund von Mercedes-Benz-Lkw.

«Gemeinsam mit unseren Partnern – der EnBW und der Stadt Wörth – wollen wir Erdwärme mittels Tiefengeothermie erschließen und für Werk wie für Kommune nutzbar machen», betonte Bachhofer. «Dies wäre ein wichtiger Schritt für die Dekarbonisierung der gesamten Region.»

Der Betriebsratsvorsitzende Thomas Zwick sagte, das Werk sei stets im Wandel. «Und den gestalten wir zusammen.» Dank neuer Produkte entstünden neue Berufsbilder – und damit neue berufliche Chancen.

Wörth gilt als größtes Lastwagen-Montagewerk der Welt. In den 60 Jahren seit Produktionsstart wurden hier dem Unternehmen zufolge mehr als 4,4 Millionen Lastwagen hergestellt. Auch der batterieelektrische Lkw für den Fernverkehr kommt künftig aus Wörth – er soll am 10. Oktober vorgestellt werden. Die Serienreife ist für 2024 geplant.

 

Weitere Nachrichten

Laut ADAC-Daten: So oft staut es sich in Baden-Württemberg

Dichter Verkehr, Baustellen, genervte Autofahrer: Im vergangenen Jahr gab es auf den Südwest-Autobahnen Zehntausende Staus. Besonders an zwei Stellen stand der Verkehr immer wieder still.

Konjunktur-Umfrage: Situation von Unternehmen leicht verbessert

Die Stimmung in der Südwest-Wirtschaft hellt sich laut einer Umfrage leicht auf. Eine Entwarnung sei das aber noch nicht, heißt es. Wie blicken die Unternehmen in die Zukunft?

Mini-Supermärkte: Rund um die Uhr einkaufen - wo das in Baden-Württemberg möglich wird

Mal eben noch schnell Milch und Mehl im Supermarkt holen? Sonntags hat man da im Südwesten derzeit schlechte Karten. Das ändert sich jetzt. Wie genau?

Chlorgasaustritt im Schwimmbad in Stutensee – mehrere Verletzte

Rund 100 Gäste sind am Nachmittag in einem Schwimmbad in Stutensee, als plötzlich Chlorgas austritt. Was bislang über den Fall bekannt ist.

Wolfsabschuss erlaubt - Warum der Streit trotzdem weitergeht

Der Wolf auf der Hornisgrinde darf erlegt werden. Das Verwaltungsgericht wies die Klage von Umweltschützern ab - doch endgültig entschieden ist über das Schicksal des Raubtiers trotzdem nicht.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.