News aus Baden-Württemberg
Mehr Präsenz – aber keine Gratis-Tests für ungeimpfte Studierende

News aus Baden-Württemberg Mehr Präsenz – aber keine Gratis-Tests für ungeimpfte Studierende

Quelle: Caroline Seidel

An den Unis und Hochschulen im Land soll es im Herbst wieder deutlich mehr Lehre in Präsenz geben. Wer dann noch nicht geimpft ist, für den könnte es unter Umständen teuer werden.

Aus Sicht von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer sollten ungeimpfte Studierende Corona-Schnelltests künftig selbst bezahlen müssen. «Es ist inzwischen ja landesweit für jeden möglich, sich kostenlos gegen das Coronavirus impfen zu lassen und sich und andere so zu schützen», sagte die Grünen-Politikerin im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Überall im Land bekomme man inzwischen problemlos einen Impftermin.

«Ich finde, wer diese Angebote nicht annehmen möchte und sich ohne Vorliegen medizinischer Gründe gegen eine Impfung entscheidet, sollte sich selbst um Tests kümmern», sagte Bauer. Weiterhin kostenlose Schnelltests seien aus ihrer Sicht das falsche Signal.

Die Ministerin hat für das kommende Wintersemester wieder deutlich mehr Präsenzveranstaltungen angekündigt. Mehr als die Hälfte des Studienangebots soll demnach in den Unis stattfinden können. Sind Studierende getestet, geimpft oder genesen und tragen sie eine Maske, muss auch kein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Bei geringeren Abständen kann die Kapazität der Räume nach der Corona-Verordnung zu 60 oder, sofern die Inzidenz unter 50 liegt, bis zu 75 Prozent genutzt werden – eine zentrale Forderung der Hochschulen.

Wird der Mindestabstand eingehalten, fallen die Vorgaben weg. Die Hochschulen gehen aber nach Ministeriumsangaben davon aus, dass ohne die sogenannte 3G-Regel und ohne Masken nur 10 bis 20 Prozent der Lehre in Präsenz ablaufen kann.

 

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