IVD-Preisspiegel Baden-Württemberg
Mietpreise stabil, aber „Karlsruhe hat keinen Platz zum Bauen!“

IVD-Preisspiegel Baden-Württemberg Mietpreise stabil, aber „Karlsruhe hat keinen Platz zum Bauen!“

Quelle: Pixabay

Alljährlich präsentiert der Immobilienverband Deutschland (IVD) den „Immobilienpreisspiegel Baden-Württemberg“ und gibt damit Auskunft über aktuelle Preise auf dem Immobilienmarkt im Land. Fakt 2019: In Karlsruhe gibt es derzeit kaum Platz zum Bauen!

Immobilien – „spannende Marktsituation und Zeiten“

Der Immobilienverband Deutschland Süd (IVD Süd) hat am Montag, den 13. Januar 2020 in einer Pressekonferenz den aktuellen „Immobilienpreisspiegel Baden-Württemberg Herbst 2019“ präsentiert. Dieser gibt alljährlich Auskunft über aktuelle Preise auf dem Immobilienmarkt in Baden-Württemberg. Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts Prof. Stephan Kippes führte durch die Pressekonferenz, bei der Experten verschiedener Städte über ihre derzeitige Situation Auskunft gaben. Karlsruher Ansprechpartner war Christian Sturm, Geschäftsführer der Sturm Immobilien GmbH.

„Vor uns liegen sowohl eine spannende Marktsituation als auch spannende Zeiten und die Struktur am Immobilienmarkt besteht nach wie vor. Auch wenn die derzeitige Bremskraft zu wenige Objekte sind“, so Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts. „Die Analyse der Großstädte in Baden-Württemberg zeigt kein einheitliches Bild. Während in Stuttgart, Freiburg, Karlsruhe und Mannheim teilweise sehr hohe Kaufpreiszuwächse innerhalb der letzten sechs Monate gemessen wurden, fallen die Preiszunahmen in anderen Großstädten deutlich verhaltener aus“, so Prof. Kippes weiter.

 

Blick auf Karlsruhe – Mietpreise stiegen nur leicht

So stiegen die Immobilienumsätze auch 2019 in Karlsruhe weiter an: In der Fächerstadt lag die Zahl 2018 bei 38,5 Milliarden Euro und erhöhte sich 2019 auf 41,6 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Vor knapp 20 Jahren – im Jahr 2000 – lagen die Immobilienumsätze in Karlsruhe noch bei 20,6 Milliarden Euro.

Beim Thema „Mieten“ gibt es im Vergleich zum Vorjahr kaum nennenswerte Abweichungen – hier stiegen die Preise in der Fächerstadt nur leicht. 2018 wurden für das Mieten von Bestandswohnungen 10,1 Euro pro Quadratmeter fällig und 2019 10,4 Euro pro Quadratmeter. Ähnliches ist bei den Preisen beim Mieten von Neubauten zu erkennen: Lagen die Preise 2018 noch bei 11,8 Euro pro Quadratmeter, so erhöhten sich diese 2019 auf 12,2 Euro pro Quadratmeter.

 

Problem – „Karlsruhe hat keinen Platz zum Bauen“

Prognosen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg zufolge wird die Bevölkerung in der Fächerstadt stetig ansteigen. Ein Problem, welches den angespannten Wohnungsmarkt in der Fächerstadt auch zukünftig nicht gerade entlasten wird. „In Karlsruhe fehlen neue Baugebiete – hier dauert vieles einfach zu lange, bis Baugenehmigungen und Einsprüche durch sind“, so Geschäftsführer Christian Sturm von Sturm Immobilien GmbH während der IVD-Pressekonferenz.

„Mit einer Einwohnerzahl von rund 330.000 hat Karlsruhe sein Maximum erreicht – und ist an der Grenze zum Bauen angelangt“, so Sturm weiter. Ein Problem sieht Sturm zudem im verhaltenen Bauen der umliegenden Karlsruher Städte und Gemeinden. „Weingarten will beispielsweise nicht bauen, trotz Platz da wäre, um die vorhandene Infrastruktur beizubehalten“, erklärt Sturm abschließend.

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