News aus Baden-Württemberg
Nach Schiffsunfall bei Iffezheim: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Steuerfrau

News aus Baden-Württemberg Nach Schiffsunfall bei Iffezheim: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Steuerfrau

Quelle: Henry Mungenast/EinsatzReport24/dpa
dpa

Sie soll alkoholisiert auf dem Rhein einen Schiffsunfall verursacht haben. Verletzt wurde niemand, doch der Schaden ist groß. Nun erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage gegen eine Steuerfrau.

Acht Monate nach dem Schiffsunfall mit Millionenschaden an der Rhein-Schleuse Iffezheim hat die Staatsanwaltschaft Offenburg beim Schifffahrtsgericht Kehl Anklage gegen die Steuerfrau erhoben. Die Behörde wirft der 50-Jährigen vor, am 11. November vergangenen Jahres alkoholisiert ein Gütermotorschiff gegen ein geschlossenes Schleusentor gesteuert zu haben. Die Blutalkoholkonzentration habe bei der Angeschuldigten mindestens 1,13 Promille betragen, so dass sie nicht in der Lage gewesen sei, das Schiff sicher zu steuern. Die Kollision mit dem geschlossenen Schleusentor sei für sie deshalb vorhersehbar und vermeidbar gewesen, so die Anklagebehörde.

An der Schleuse entstand ein Schaden von rund zwei Millionen Euro. Verletzt wurde bei der Havarie niemand. Die Anklage lautet auf fahrlässige Gefährdung des Schiffsverkehrs. Das für den betreffenden Rheinabschnitt als Schifffahrtsgericht zuständige Amtsgericht Kehl muss noch über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. Im Fall einer Verurteilung drohe der Angeschuldigten eine Freiheitsstraße bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe, so die Behörde.

Das Güterschiff «La Primavera» hatte mit dem Bug das Schleusentor durchbrochen und war steckengeblieben. Das 80 Tonnen schwere Tor der rechten Kammer der Schleuse wurde komplett zerstört. Es muss ausgetauscht werden. Weil die Rheinschleuse nur noch über eine Kammer befahrbar ist, gibt es Wartezeiten im Schiffsverkehr. Vor Ende des Jahres ist das zweite Tor wegen der Baumaßnahmen voraussichtlich nicht betriebsbereit.

 

Weitere Nachrichten

Mutmaßlicher Brandstifter nach rund 40 Bränden in U-Haft

Stroh, Felder, Holzstapel: Seit Juni brennt es im Enzkreis immer wieder. Jetzt könnte das ein Ende haben.

Bahnhofsvorplatz am Karlsruher Hauptbahnhof wird teilweise barrierefrei umgebaut

Derzeit entsprechen die Bahnsteige am Bahnhofsvorplatz aufgrund ihrer geringen Höhe nicht den Anforderungen an einen barrierefreien Zugang zum ÖPNV. Durch den Umbau sollen die Haltestellen bis zum Komplettumbau provisorisch umgerüstet werden.

Lebenserwartung in Baden-Württemberg steigt erneut leicht an

Fast zehn Jahre mehr Lebenszeit für Neugeborene als in den 1970ern – warum die Säuglingssterblichkeit und bessere Vorsorge die Lebenserwartung im Südwesten so stark beeinflussen.

Schwimmunterricht ohne Rettungsfähigkeit? Land lässt prüfen

Wer Schülern Schwimmen beibringt, muss im Notfall Leben retten können. Landesweit wird nun geprüft, ob das auch immer der Fall ist. Ein Verdacht aus dem Raum Baden-Baden sorgt für Unsicherheiten.

Lebensmitteleinkauf: Was Rabatt-Apps so beliebt macht – und was kritisiert wird

Rabatt-Apps versprechen exklusive Sparvorteile. Verbraucherschützer sehen genau darin eine Benachteiligung. Ein großer Teil der Kunden nutzt die Apps, hat daran jedoch oft auch etwas auszusetzen.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.